Muster
Der Begriff Muster (v. spätmittelhochdeutsch mustre; aus lat.: monstrare = zeigen; englisch pattern) bezeichnet allgemein gleichbleibende Merkmale, die einer sich wiederholenden Sache zugrundeliegt, aber auch einen Handlungsablauf oder eine Denk-, Gestaltungs- oder Verhaltensweise, die zur gleichförmigen Wiederholung (Reproduktion) bestimmt ist. Dies kann sein:
- ein Vorbild oder eine Vorlage für etwas
- eine Vorlage, nach der etwas gefertigt wird (z. B. Baumuster, Zupfmuster beim Gitarrenspiel) oder zeitlich abläuft,
- etwas in seiner Art Vollkommenes, Nachahmenswertes, Beispielhaftes; ein Vorbild (mustergültig),
- eine Warenprobe, d. h. ein einzelnes Warenstück zur Präsentation (siehe Exponat),
- eine graphische Struktur: aus der Kombination bestimmter Motive bestehende meist flächige Struktur oder Anordnung (Karo, Streifen, Blümchen, …); siehe Muster (Struktur), Muster (Textil), Bitmuster,
- ein immer wieder anwendbares Schema, eine immer wiederkehrende oder wiederholbare Struktur
- Verhaltensmuster,
- Denkmuster,
- Textmuster,
- ein Entwurfsmuster (engl.: Design Pattern), eine Lösung für ein Entwurfsproblem in der Architektur,
- in der Softwareentwicklung ein Analysemuster, Entwurfsmuster, Architekturmuster oder Idiom,
- in der Soziologie gesellschaftliche Handlungsmuster (Pattern) (siehe Pattern variables),
- in der Informatik Beschreibungsmuster (Pattern) von Zeichenketten (siehe reguläre Ausdrücke),
- in der Musik eine wiederkehrende, selten veränderte, rhythmische, harmonische oder melodische Tonfolge,
- in der Lichttechnik Projektionsmuster, auch als Gobo bezeichnet,
Personen mit dem Namen Muster sind
- Thomas Muster, österreichischer Tennisspieler.
- Wilhelm Muster (Pseudonym Ulrich Hassler, 1916-1994), österreichischer Schriftsteller und literarischer Übersetzer
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