N-tv

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Senderlogo
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel, Satellit & DVB-T (nur Berlin)
Länder: Deutschland
Eigentümer: RTL Group
Geschäftsführer: Johannes Züll
Sendebeginn: 30. November 1992
Programmtyp: Spartenprogramm (Information)
Liste der Fernsehsender
Manfred Bleskin - Moderator bei n-tv
Manfred Bleskin - Moderator bei n-tv
Carola Ferstl - Moderatorin der Reihe n-tv Service
Carola Ferstl - Moderatorin der Reihe n-tv Service
altes Logo bis Juli 2003
altes Logo bis Juli 2003

n-tv ist ein zur RTL Group gehörender Nachrichtensender. Am 30. November 1992 startete n-tv in Berlin als erster deutscher TV-Nachrichtensender.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erster n-tv Geschäftsführer war der Gründer des Unternehmens Karl-Ulrich Kuhlo, der erste Chefredakteur war der langjährige ARD-Korrespondent Peter Staisch (bis September 1994). Bereits im Dezember 1994 stieg der US-Nachrichtenkanal CNN bei n-tv ein. Der Sender aus Atlanta hält zunächst 27,5 Prozent an n-tv, später 50 Prozent.

1997: Am 10. Februar wird Helmut Brandstätter neuer Geschäftsführer und Programm-Chefredakteur von n-tv.

1999: Karl-Ulrich Kuhlo wechselt an die Spitze des Aufsichtsrates. Ken Jautz wird neuer n-tv Geschäftsführer. Im Mai startet n-tv.de. Die Seite hat heute bis zu 110 Millionen Page-Impressions monatlich.

2002: Am 13. August übernimmt die RTL Group 50 Prozent der Anteile von n-tv. Der Sender wird nun auch von der IP Deutschland vermarktet.

2003: Karl-Ulrich Kuhlo verkauft seinen 0,75-Prozent-Anteil und übergibt seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender an Ken Jautz (CNN). Johannes Züll übernimmt im März die Geschäftsführung von n-tv. Zwei Monate später startet der Sender mit neuem Programmschema und Design.

2004: Der Sender zieht mit dem größten Teil der Redaktion nach Köln um. Dort wird ein hochmodernes digitales Sendezentrum in Betrieb genommen. Die Politik- und Talkredaktion bleiben in der Hauptstadt. Offizieller Sitz des Senders ist nach wie vor Berlin, da die Sendelizenz von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg erteilt wurde.

2006: RTL übernimmt die Anteile des bisherigen Partners CNN. Nach einer Abmahnung durch das Bundeskartellamt am 6. Februar 2006 wurde die Übernahme am 12. April 2006 schließlich doch genehmigt. Die Behörde erkannte an, dass es sich bei der Übernahme um eine „Sanierungsfusion“ handelt. Bereits seit Jahren ist die wirtschaftliche Lage des Senders schwierig. Nach der Gründung hat der Sender nur einmal, zu Zeiten des Börsenbooms im Jahr 2000, ein positives Jahresergebnis erzielt. Seitdem wurde ein massiver Stellenabbau betrieben und drastische Sparmaßnahmen durchgesetzt. Dem seit Anfang 2003 amtierenden Geschäftsführer Johannes Züll ist eine schnelle Rückkehr in die Schwarzen Zahlen bisher nicht gelungen. 2006 wuchs n-tv im Werbemarkt fast zweistellig.

Geschäftsführung und Chefredaktion

Programm

Die drei Haupt-Programmsäulen von n-tv sind Nachrichten, Wirtschaft und Talk. Zu jeder vollen Stunde zeigt n-tv ausführliche Nachrichten. Eine besondere Stärke des Senders sind dessen hoher Live-Anteil und die Breaking-News-Berichterstattung. Darüber hinaus sind Dokumentationen, Wissens- und Reportagemagazine, Sportsendungen und Lifestylemagazine Bestandteil des Programms. Zudem sind aktuelle Nachrichten, sowie Wirtschafts- und Börseninformationen in einem zweiteiligen Laufband zu sehen.

Zu den wichtigsten Formaten des Senders gehören:

Seit Januar 2007 bietet n-tv als erster Sender in Kontinentaleuropa ein interaktives Programm im Rahmen des Windows Vista Media Center an. Dort können verpasste Sendungen und einzelne Beiträge, sowie Hintergrund-Informationen zum Programm abgerufen werden. Zudem sind Zuschauer-Abstimmungen möglich. Das Angebot wird abgerundet durch die Möglichkeit, das Erscheinungsbild des Senders den eigenen Vorlieben anzupassen.

Quoten

Im Gesamtjahr 2006 erreichte n-tv in Deutschland einen Marktanteil von 0,6 Prozent (in der Zielgruppe der Erwachsenen ab 14 Jahren). Der Sender erreichte im vergangenen Jahr durchschnittlich 5,2 Millionen Zuschauer am Tag.

Der Nachrichtensender bietet seine Inhalte auf zahlreichen Plattformen an. Neben dem Online-Portal n-tv.de bietet auch der n-tv-Teletext umfassende Informationen aus den Bereichen Nachrichten, Wirtschaft und Börse. Die Nachrichten, einzelne Wirtschaftsformate und das Wetter sind auch als Podcasts zu haben. Seit Februar 2007 bietet n-tv außerdem ein um Zusatzdaten (u. a. Videos, Hintergrundartikel, Votings und Personalisierung der Ticker) erweitertes Programm für Nutzer des Media Centers von Windows Vista an.

Die Vermarktung von n-tv erfolgt durch IP Deutschland.

Empfang

Das Programm von n-tv kann man folgendermaßen empfangen:

n-tv.de

n-tv.de ist der Internetauftritt des Kölner Nachrichtensenders. Die Seite ist seit Mai 1999 online. Seitdem wird auch das Programm von n-tv als Livestream angeboten. 2001 wurde die Seite mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Mit rund 14 Millionen Besuchern und 110 Millionen einzelnen Seitenaufrufen im Monat ist n-tv.de nach Spiegel Online das größte deutsche Nachrichtenportal.

Die Artikel werden zum Großteil auf Basis von Material der Nachrichtenagenturen dpa, AP, Reuters und sid von einer 25-köpfigen Redaktion verfasst, die auch den n-tv-Teletext betreut. Neben Politik, Sport und Gesellschaft liegt ein Schwerpunkt der Berichterstattung auf Wirtschaftsnachrichten. Dazu gehört unter anderem ein umfangreiches Börsenportal.

Bis Ende 2003 wurden die Inhalte von der n-tv-Redaktion Neue Medien erstellt. Mit dem Umzug des Senders von Berlin nach Köln wurde die Online-Redaktion ausgegliedert und in die eigenständige Nachrichtenmanufaktur GmbH überführt.

Das komplette Archiv von n-tv.de ist kostenlos nutzbar. An der n-tv.de Community beteiligen sich inzwischen über 100.000 Leserinnen und Leser.

Kritik

N-tv stand bereits in der Kritik, weil bestimmte Sendeformate offenbar als Plattform für unkritisch positive wenn nicht so gar werbende Beiträge zu gesundheitsbezogenen Entscheidungen genutzt würden. Das Sendeformat „Gesund & Schön“ präsentiert beispielsweise regelmäßig das Angebot an plastisch-chirurgischen und zahn-ästhetischen Behandlungen der Musenhof-Kliniken in Deidesheim. [1]

Quellen

  1. ZAPP: (Sendung vom 07.12.2005, NDR) "Gesund & Schön" von n-tv und die Schönheitschirugie
Quelle:
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