Die Nationalratswahl am 10. Mai 1959 war die neunte in der Geschichte Österreichs. Stimmenstärkste Partei wurde die SPÖ unter Bruno Pittermann. Auf dem zweiten Platz landete die ÖVP unter Bundeskanzler Julius Raab, die allerdings aufgrund der Wahlarithmetik ein Mandat mehr bekam als die SPÖ. Die FPÖ unter dem ehemaligen SS-Obersturmführer Friedrich Peter konnte Stimmen und Mandate hinzugewinnen, während die KPÖ erstmals kein Grundmandat schaffte.
Wahlberechtigt waren 4 696 603 Menschen. Die Wahlbeteiligung betrug 92,90 Prozent (1956: 94,31 Prozent).
| Partei | Stimmen | Prozent | Sitze |
|---|---|---|---|
| Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ) | 1 953 935 | 44,8 (+1,8) | 78 (+4) |
| Österreichische Volkspartei (ÖVP) | 1 928 043 | 44,2 (-1,8) | 79 (-3) |
| Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) | 336 110 | 7,7 (+1.2) | 8 (+2) |
| Kommunisten und Linkssozialisten (KuL) | 192 438 | 3,3 (-1,1) | - (-3) |
| Bund demokratischer Sozialisten (BDS) | 2 190 | 0,1 (n.a.) | - |
Die Große Koalition aus ÖVP und SPÖ wurde fortgesetzt. Die ÖVP durfte mit Julius Raab weiterhin den Bundeskanzler stellen, dafür bekam die SPÖ, die mit Bruno Pittermann den Vizekanzler stellte, zusätzlich das Außenministerium.
www.bmi.gv.at Ergebnis der Nationalratswahl 1959
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