| Nepi | |
|---|---|
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| Staat: | Italien |
| Region: | Latium |
| Provinz: | Viterbo (VT) |
| Geographische Koordinaten: | 42° 14′ 37″ N, 12° 20′ 47″ O |
| Höhe: | 227 m s.l.m. |
| Fläche: | 84,2 km² |
| Einwohner: | 8.438 (2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 93,16 Einw./km² |
| Postleitzahl: | 01036 |
| Vorwahl: | 0761 |
| ISTAT-Nummer: | 056039 |
| Demonym: | Nepesiner |
| Schutzpatron: | Romanus und Ptolemäus |
| Website: | http://www.comunenepi.it/ |
Nepi ist eine Gemeinde von über 8.000 Einwohnern in der italienischen Region Latium, Provinz Viterbo, 37 km südöstlich der Provinzhauptstadt und 45 km nördlich von Rom.
Inhaltsverzeichnis |
Nepi ist auf steilem, von mehreren Schluchten durchschnittenen Tuffplateau an den Ausläufern der Monti Cimini (Höhenzug bis 1000 m) erbaut. Es liegt am Zusammenfluss zweier Bäche (Rio Puzzolo und Rio Falisco); dieser Wasserlauf stürzt als Kaskade von der Felsplatte, auf der das Kastell der Borgia liegt, in die Tiefe. Die Umgebung ist in den höheren Lagen und rund um das Naturreservat am Lago di Vico reich an Buchen- und Eichenwäldern.
Nepi ist eine Station auf der Via Francigena.
Wie die meisten Orte der Umgebung war auch Nepi eine etruskische Gründung (Nepet), die zum Zwölfstädtebund-Stadtstaat Veji gehörte. 396 v. Chr. wurde Veji von den Römern erobert; damit wurde Nepi gemeinsam mit Sutri zu einem strategisch bedeutsamen Vorposten zur Sicherung des Territoriums in unmittelbarer Nähe zur Hauptstadt. Nach dem Bundesgenossenkrieg 91-88 v.Chr. erhielt Nepi das römische Bürgerrecht und wurde municipium; diesen Status behielt es bis in die Spätantike bei.
Bei der Invasion der Langobarden ins Römische Reich 568 wurde Nepi durch König Alboin zerstört.
Früheste Hinweise auf eine Wiederbesiedlung sind im 11. Jahrhundert dokumentiert. Das Land gehörte seit der Pippinschen Schenkung zum Kirchenstaat, wurde de facto jedoch von wechselnden Feudalherrschaften kontrolliert, ehe die Päpste es im 15. Jahrhundert selbst in Besitz nahmen. Neben den Borgia nahmen die Farnese maßgeblich Einfluss auf die architektonische Gestaltung.
Die Invasionstruppen Napoleons in Mittelitalien verursachten 1798 einen Stadtbrand und die Zerstörung der Kathedrale. Durch Wiederaufbauten im 19. Jahrhundert erklärt sich ein erheblicher Teil an Veränderungen in der Bausubstanz.
Seit 1870 gehört Nepi wie der gesamte ehemalige Kirchenstaat zum italienischen Staat.
Das Stadtbild ist im Kern mittelalterlich mit nachfolgenden Einflüssen der Renaissance. Viele Gebäude befinden sich in sanierungsbedürftigem Zustand. Für 2007 sind Restaurierungsarbeiten in größerem Umfang angekündigt, für die die finanziellen Mittel allerdings noch erhoben werden.
Der Ort und seine Umgebung sind agrarisch geprägt. Im Ortszentrum dominieren kleine Dienstleistungsbetriebe (mehrheitlich Einzelhandelsgeschäfte). Zur Kommunalverwaltung gehören Baubehörden, Rechnungswesen, Sozialwesen, die örtliche Polizei sowie eine eigene Bibliothek.
Nepi ist in Italien bekannt für sein Mineralwasser, das unter dem folgenden Motto vermarktet wird: "Nepe civitas, nobilis atque potens, in cuius fertilissimis agris balnea scaturiunt salutifera" ("Die Stadt Nepi, edel und mächtig, in deren fruchtbaren Landen heilsame Wasser fließen"). Die 3 km von der Stadt entfernten Mineralquellen waren schon in der Antike bekannt und haben möglicherweise den Gracchen gehört, weshalb auch die heutigen Inhaber sich Terme dei Gracchi nennen. Abgefüllt und vertrieben wird das Wasser allerdings nicht vor Ort, sondern von der Firmengruppe San Benedetto in Scorzè (Venetien).
Tourismus spielt zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch keine Rolle.
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