Neuenkirchen (Dithmarschen)

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Neuenkirchen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Neuenkirchen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: KLG Weddingstedt
Koordinaten: 54° 14′ N, 8° 59′ O
Höhe: 0 m ü. NN
Fläche: 25,14 km²
Einwohner: 1049 (30. Sep. 2006)
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25792
Vorwahl: 04837
Kfz-Kennzeichen: HEI
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 075
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfstraße 8
25795 Weddingstedt
Webpräsenz:
Bürgermeister: Reimer Schoof (BWV)
Lage der Gemeinde Neuenkirchen im Kreis Dithmarschen
Karte

Neuenkirchen ist eine amtsangehörige Gemeinde in der Amt Kirchspielslandgemeinde Weddingstedt im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. In dem Reihendorf leben etwas über 1000 Einwohnern.

Skyline Neuenkirchen
Skyline Neuenkirchen

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Der Ort liegt zwischen den beiden Städten Heide und Wesselburen. Neuenkirchen ist noch stark agrarisch geprägt. Das Dorf verläuft quer zu den lockeren Siedlungsbereichen Haferwisch und Tödienwisch im Westen und Böddinghusen, Blankenmoor und Tiebensee im Süden.

Geschichte

Die Kirche in Neuenkirchen wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt. Sie wurde von den Dithmarscher Siedlungsgeschlechter der Hödienmannen und der Tödienmannen dem heiligen Jakobus dem Älteren zu Ehren gegründet. Es war eine Ausgründung aus dem älteren Kirchspiel Wesselburen und wurde Anfang des 14. Jahrhunderts selbständig Kirchspiel. Damit war zugleich der mittelalterliche Landesausbau in das vermoorte Sietland abgeschlossen, der nach der Bedeichung der Dithmarscher Nordermarsch im 12. Jahrhundert begonnen hatte. Abbild dieses Landesausbaus sind die Geschlechtersiedlungen, lang gezogene Hofwaurtenketten in der Dithmarscher Nordermarsch. Im Umkreis von Neuenkirchen finden sich neben mittelalterlichen Hofwurten auch Wurten des 2. bis 4. Jahrhunderts n. Chr., wie Ausgrabungen in Haferwisch dokumentierten.

Eingemeindungen

Tiebensee ist mittlerweile verwaltungstechnisch ein Ortsteil von Neuenkirchen.

Politik

Wappen

Blasonierung: „Über grünem Schildfuß, darin ein silbernes Wollgras, in Gold die rote Neuenkirchener Kirche.“[1]

In den Jahren 1704 und 1729 brannte das Kirchenbauwerk völlig nieder. Die wechselvolle Geschichte, aber auch die Ableitung des Ortsnamens (Neuenkirchen = zur neuen Kirche) hat dazu geführt, die Kirche als Hauptfigur im Gemeindewappen aufzunehmen. Das Wollgras im Schildfuß weist auf das „Weiße Moor“ hin, ein in dieser Landschaft seltenes ausgedehntes Hochmoor, das zum überwiegenden Teil im Gemeindegebiet von Neuenkirchen liegt.

Sehenswürdigkeiten

Die Sankt-Jacobikirche gehört zu den ältesten Kulturdenkmälern Dithmarschens. Sie wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Nachdem sie niederbrannte, sind von der ursprünglichen Kirche allerdings nur noch die Mauern vorhanden, die beim Bau eines neuen Gebäudes 1730 benutzt wurden.

Die Inneneinrichtung stammt vor allem aus der Zeit zwischen 1710 und 1729. Die Taufe stammt von 1710, den Altar schnitzte 1730 der Wesselburener Schnitzer A. H. Burmeister, die Orgel aus dieser Zeit stammt vom Orgelbauer Johann Hinrich Klapmeyer. Die an der Kirche wachsende Mauerraute ist ein in dieser Gegend sehr seltener Farn.

Kultur

Im Ortsteil Tiebensee ist eine Disko, die unter den Jugendlichen der Umgebung eine große Anziehungskraft besitzt und so das Zentrum der Unterhaltungsindustrie im Ort darstellt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks

Commons
Commons: Neuenkirchen – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
Artikel Neuenkirchen (Dithmarschen) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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