| Nouvelle-Calédonie Neukaledonien |
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| Amtssprache | Französisch | ||||
| Hauptstadt | Nouméa | ||||
| Staatsoberhaupt | Nicolas Sarkozy | ||||
| Regierungschef | Marie-Noëlle Thémereau | ||||
| Fläche | 19.060 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 216.494 (Juli 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 11 Einwohner pro km² | ||||
| Währung | CFP-Franc | ||||
| Zeitzone | UTC + 11 | ||||
| Internet-TLD | .nc | ||||
| Telefonvorwahl | +687 | ||||
| Karte von Neukaledonien | |||||
| Virtuelle Ansicht Neukaledoniens aus dem Weltall | |||||
Neukaledonien (französisch Nouvelle-Calédonie, bedeutet Neuschottland) ist eine zu Frankreich gehörige Inselgruppe im Pazifischen Ozean.
Inhaltsverzeichnis |
Die Inselgruppe liegt vor der australischen Nordostküste. Die Fläche der Inseln beträgt 19.060 km², davon sind 18.575 km² Landfläche und 485 km² Wasserfläche. Die Küstenlinie hat eine Gesamtlänge von 2.254 km. Der höchste Punkt der Inseln ist der Mont Panie mit 1628 m, der tiefste Punkt liegt auf Meereshöhe. Um die Hauptinsel herum wächst ein Korallenriff. Längster Fluss ist der 150 km lange Diahot. Größte Stadt ist die Hauptstadt Nouméa.
Zu Neukaledonien gehören auch noch die Belep-Inseln, die Chesterfield-Inseln, Île des Pins und die Loyalitätsinseln.
Die Temperaturen auf den Inseln liegen das ganze Jahr über zwischen 20 °C und 30 °C. Der Wirbelsturm Erica hat im März 2003 große Schäden auf der ganzen Insel angerichtet. Das Dengue-Fieber ist je nach Jahreszeit auf Neukaledonien mehr oder weniger verbreitet. Im Januar 2003 zum Beispiel sollen zwischen 4.500 (offizielle Zahl) und 9.000 Menschen erkrankt sein.
Die Flora Neukaledoniens weist einen sehr hohen Grad an Endemismus auf. Viele Arten sind bedroht oder sogar schon ausgestorben, etwa die gehörnte Riesenschildkröte Meiolania platiceps, das terrestrische Krokodil Mekosuchus inexpectatus oder der große flugunfähige Vogel Sylviornis neocaledoniae. Die nicht wirksam genug bekämpften Buschfeuer spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine nur auf diesen Inseln vorkommende Vogelart ist der Kagu. Außerdem ist auf Neukaledonien einer der größten Geckos der Welt endemisch, der Neukaledonische Riesengecko. Auf Neukaledonien finden sich auch mehrere endemische Koniferenarten aus der Familie der Araukarien.
Die Urbevölkerung der Melanesier oder Kanak stellen mit einem Anteil von 44 % der Bevölkerung eine relative Mehrheit dar. Es gibt viele Mischlinge aller Art. Amtssprache ist Französisch und wird von weitgehend allen Bewohnern des Landes gesprochen. Es gibt viele Menschen unterschiedlicher Herkunft, die aber oftmals schon seit Generationen in Neukaledonien leben und größtenteils französische Staatsbürger sind. Diese sprechen unter sich manchmal noch ihre ursprünglichen Sprachen, so zum Beispiel Polynesisch, Tahitianisch, Wallisisch, Vietnamesisch, Indonesisch und Englisch. Viele Kanak pflegen in ihren Stämmen weiterhin ihre eigenen Sprachen und Gebräuche. Auch heute werden noch ca. 25 dieser Kanak-Sprachen in den verschiedenen Stammesgebieten benutzt. Allerdings spielen sie im Erziehungswesen des Landes nur eine sehr untergeordnete Rolle. Auf dem Gebiet der Erforschung der Sprachen in Neukaledonien hat sich besonders der französische Ethnologe Maurice Leenhardt (1878-1954) hervorgetan (siehe auch DO KAMO).
Die Mehrheit der Bevölkerung (60 %) sind Katholiken; Protestanten mit 30 % und Muslime stellen den Rest dar.
Frühe Einwohner von Neukaledonien, wenn auch nicht die ersten, waren die Kanaken.
Die Spanier erreichten die Insel im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts, aber erst James Cook verlieh ihnen 1774 ihren heutigen Namen.
Die Inseln wurden sowohl von Großbritannien als auch durch Frankreich während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besiedelt; die Hauptinsel geriet 1853 in französischen Besitz. Die Nutzung als Strafkolonie dauerte von 1864 an über 40 Jahre.
Zwischen 1956 und 1998 war es abhängiges Überseeterritorium.
Die Unabhängigkeitsbewegung der Kanak in den 1980er Jahren führte zu einer größeren Autonomie durch die Matignon-Abkommen 1988 und dem Abkommen von Nouméa vom 5. Mai 1998.
Von 1946 bis 2003 war Neukaledonien Französisches Übersee-Territorium (territoire d'outre-mer, TOM)
Ein Referendum im Jahr 2014 soll über die Unabhängigkeit der Inseln oder den Verbleib bei Frankreich entscheiden.
Neukaledonien ist seit der Änderung der französischen Verfassung vom 28. März 2003 eine zu Frankreich gehörige Überseegemeinschaft mit besonderem Status (collectivité sui generis).
Zwei Vertreter sitzen in der Pariser Nationalversammlung.
Hauptstadt ist Nouméa. Dort befindet sich auch ein deutsches Honorarkonsulat.
Die Matthew- und Hunterinseln werden sowohl von Frankreich als auch von Vanuatu beansprucht.
Der internationale Flughafen Neukaledoniens ist Nouméa / La Tontouta (IATA-Kennzeichen: NOU). Dieser liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Païta, etwa 40 Autominuten von Nouméa entfernt.
Für lokale Flüge wird der Flughafen von „Magenta“ genutzt, direkt in Nouméa gelegen. Es werden die wichtigsten Städte und alle neukaledonischen Inseln angeflogen.
Neukaledonien verfügt über ein gut ausgebautes, weitgehend asphaltiertes Straßennetz.
Der wichtigste Hafen der Insel ist der von Nouméa.
Die Wirtschaft besteht aus Handwerk, Industrie, Landwirtschaft und Tourismus. Es sind gewaltige Nickel-Vorkommen zu finden. Diese werden seit Beginn der Kolonialzeit genutzt, nach dem 2. Weltkrieg gab es den sogenannten „Nickel-Boom“. Die Eingriffe in die Ökosysteme der Insel sind teils erheblich. Die „Société le Nickel“ (Eramet-Gruppe, Frankreich) betreibt in der Hauptstadt Nouméa, kaum 2 km von der Innenstadt entfernt, eine pyrotechnische Nickelschmelzfabrik. Gegenwärtig sind zwei hydrometallurgische Nickelfabriken geplant, die je im Süden (Goro) und im Norden (Koniambo) jeweils zusammen mit den kanadischen Unternehmen Inco und Falconbridge betrieben werden sollen.
Neukaledonien verwendet den französischen Pazifik-Franc, der an den Euro gebunden ist.
Neukaledonien ist nicht in das europäische Umsatzsteuersystem integriert, so dass Ware aus Europa umsatzsteuerfrei bezogen werden kann. Es werden durch den neukaledonischen Zoll Einfuhrzölle erhoben.
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„Le phare Amédée“ („Amédée-Leuchtturm“) in der Nähe von Nouméa |
Strand auf dem Ouvéa-Atoll |
Upi-Bucht auf der Île des Pins |
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„La Baie des Tortues" („Schildkrötenbucht“), nahe Bourail. |
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