In der Algebra treten neutrale Elemente bei der Betrachtung von Strukturen mit inneren Verknüpfungen auf, z. B. bei Monoiden, Gruppen, Ringen und Körpern.
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Sei (G,o) eine Halbgruppe (eine Menge mit einer assoziativen Verknüpfung). Dann heißt ein Element e aus G
Ist die Verknüpfung kommutativ, dann stimmen die drei Begriffe überein. Falls sie aber nicht kommutativ ist, dann kann es Unterschiede zwischen rechtsneutralen und linksneutralen Elementen geben.
Eine Halbgruppe G mit neutralem Element heißt Monoid. Hat zusätzlich jedes Element von G ein inverses Element in G, so ist G eine Gruppe.
Ist R ein Ring, dann ist R mit der Addition eine kommutative Gruppe, deren neutrales Element als Nullelement bezeichnet wird. Die Multiplikation muss kein neutrales Element haben, wenn aber eins existiert, dann heißt es Einselement.
Wenn eine Halbgruppe G sowohl rechtsneutrale als auch linksneutrale Elemente hat, dann stimmen alle diese Elemente überein und G hat genau ein neutrales Element. Denn ist a*e = a und f*a = a für alle a aus G, dann ist f = f*e = e.
Das neutrale Element eines Monoids ist also eindeutig bestimmt.
Hat eine Halbgruppe aber kein rechtsneutrales Element, dann kann sie mehrere linksneutrale haben. Einfachstes Beispiel ist eine beliebige mindestens zweielementige Menge M mit der Verknüpfung a o b := b. Darin ist jedes Element linksneutral, aber keins rechtsneutral. Analog gibt es auch Halbgruppen mit rechtsneutralen, aber ohne linksneutrale Elemente.
Dies kann auch bei der Multiplikation in Ringen auftreten. Ein Beispiel ist der Teilring

der 2-mal-2-Matrizen über einem beliebigen Körper K. Man rechnet leicht nach, dass R ein nichtkommutativer Ring ist. Linksneutral bzgl. der Multiplikation sind genau die Elemente

mit x aus K. Nach dem oben gesagten kann die Multiplikation in R dann keine rechtsneutralen Elemente haben.
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