| Niš Ниш |
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| Basisdaten | |||
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| Staat: | Serbien | ||
| Bezirk: | Nišava | ||
| Koordinaten: | 43° 19' N, 21° 54' O | ||
| Höhe: | 192 m ü. A. | ||
| Fläche: | 597 km² | ||
| Einwohner: | 236.722 (2004) | ||
| Agglomeration: | 252.131 (2004) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 397 Einwohner je km² | ||
| Telefonvorwahl: | (+381) 018 | ||
| Postleitzahl: | 18000 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | NI | ||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Gemeindeart: | Stadt | ||
| Bürgermeister: | Smiljko Kostić (NS) | ||
| Webpräsenz: | |||
Niš (serbisch Ниш/Niš; deutsch: auch Nisch geschrieben; anhören ?/i) ist die zweitgrößte Stadt im zentralen Serbien und gleichzeitig der Hauptverwaltungssitz des serbischen Bezirks Nišava.Niš hat 252.131 Einwohner (2005) Gelegen ist die Stadt ca. 250 km südöstlich von Belgrad am Fluss Nišava auf einer Höhe von 192 m über dem Meeresspiegel. In Niš gabeln sich die Hauptverbindungswege von Mitteleuropa in die Türkei und nach Griechenland. Die Fläche der Stadt umfasst 597 km².
Niš ist Industrie- und Handelsstadt und Sitz eines orthodoxen Bischofs. In Niš befinden sich eine Universität und ein Symphonie-Orchester, Museen, Theater und verschiedene Kultureinrichtungen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Niš besteht aus fünf Stadtbezirken:
Dazu kommen weitere 68 Vororte.
Niš, an der Kreuzung wichtiger europäischer Straßen gelegen wie an der alten so genannten Kaiserstraße, die von Belgrad über Niš, Sofia, Plowdiw und Edirne bis nach Istanbul reichte und der ehemaligen Europastraße 5 (heute teils E 75, teils E 80) entspricht, ist eine der ältesten Städte des Balkans. Die frühesten Besiedlungen stammen aus der Zeit 6000-5000 v.Chr. Im 3. vorchristlichen Jahrhundert vertrieben die Kelten die Illyrer aus der Gegend um Niš und gründeten die Siedlung Navissos, die Stadt der Fee. Die Römer eroberten die Stadt 75 v. Chr.. Navissos wurde in Naissus umbenannt und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Kastelle des römischen Balkans. In Naissus wurde 274 Konstantin der Große geboren, der als römischer Kaiser das Christentum mit dem Toleranzedikt legalisierte; auch der weströmische Kaiser Constantius III. ist ein Sohn der Stadt. Nach 395 gehörte Naissus zu Byzanz. Um 580 siedelten die ersten Slawen um Naissus, die der Stadt ihren slawischen Namen Niš gaben. 615 wurde die Stadt von den Slawen und Awaren erobert, womit die römisch-byzantinische Herrschaft im Moravatal ein vorläufiges Ende fand. Die Bulgaren eroberten Niš um 987, jedoch kam die Stadt ab 1018 wieder unter Byzantinische Herrschaft.
Als erster serbischer Fürst kam Stefan Nemanja 1185 in den Besitz der Stadt, der sie sogleich zu seiner Hauptstadt machte. In Niš empfing Stefan Nemanja Kaiser Friedrich Barbarossa, der als Kreuzfahrer 1189 entlang der Kaiserstraße nach Süden zog. 1190 erneuerte Byzanz seine Herrschaft in Niš, um nach 1205 wieder serbisch und 1208 bulgarisch zu werden. In der darauffolgenden Zeit wechselte die Stadt bulgarische und serbische Herrschaften, um nach 1331 längerfristig zu Serbien zu gehören. 1385 eroberten die Stadt erstmals die Osmanen. Der serbische Fürst Stefan Lazarević konnte Niš seiner Herrschaft angliedern, doch mit der endgültigen Eroberung Serbiens durch die Osmanen 1459 blieb Niš bis 1878 Bestandteil des Osmanischen Reiches. Während der osmanischen Herrschaft war Niš eine der wichtigsten Städte der so genannten Europäischen Türkei und Sitz eines Paschas. Die Osmanen erbauten ebenfalls die heutige Festung von Niš, ein Beispiel osmanischer Festungsarchitektur. Hier findet alljährlich ein Filmfestival statt.
Im ersten serbischen Aufstand von 1804 bis 1813 brachten serbische Aufständische die Stadt unter ihre Kontrolle. Als Niš von den Osmanen belagert wurde und den Aufständischen die Munition ausging, sprengten sich am 31. Mai 1809 über 1000 Aufständische selbst in die Luft. Die Osmanen erbauten daraufhin als Warnung an die Serben den Totenschädelturm (Ćele Kula), in dem die Schädel von 1836 gefallenen Aufständischen eingemauert wurden. Heute ist der Schädelturm ein nationales Mahnmal.
1878 wurde Niš schließlich dem Fürstentum Serbien angegliedert.
Niš unterhält eine Städtepartnerschaft mit Beerscheba in Israel