Nidhöggr (Neiddrache) ist ein Dämon der nordischen/germanischen Mythologie. Es handelt sich dabei um einen leichenfressenden Dämon, der ständig an der Wurzel der Weltenesche Yggdrasil nagt und dadurch das gesamte Universum bedroht.
Nach einer Überlieferung haust Nidhöggr in der Quelle Hvergelmir und quält die Toten.
Nidhöggr liegt in ständigem Streit mit einem Adler, der in der Krone der Weltenesche lebt. Der Streit wird geschürt von dem Eichhörnchen Ratatöskr, das am Stamm entlang läuft und ständig die Häme des Adlers an den Drachen weitergibt. Drache und Adler bilden einen Gegensatz wie Gut und Böse.
Nidhöggr kaut stets an den Wurzeln der Weltesche Yggdrasil in der Hoffnung, das Weltengefüge zu gefährden. Damit arbeitet er gegen die Nornen, die die Wurzeln mit Wasser aus der Quelle der Urd gießen, um den von Nidhöggr angerichteten Schaden wiedergutzumachen. Jedoch wird in einigen Texten Nikhöggr auch als der Tod beschrieben, somit glauben einige das er ein notwendiges Übel ist.
Laut der Völuspá wird Nidhöggr das Ende der Welt (Götterdämmerung, Ragnarök) zunächst überleben, dann aber dennoch untergehen.
Einer Theorie zufolge könnte Nidhöggr den Neid der Toten gegenüber den Lebenden darstellen. Dieser Neid frisst, versinnbildlicht durch den Drachen, ständig am bestehenden Weltgefüge und nimmt diesem langsam die Kraft.
Der Nidhöggr kommt dreimal in der Edda vor: Einmal im Grimnismal und zweimal in der Völuspa. Das zweite Mal im Ragnarök:
Hier nun zweimal die Völuspa in Auszügen:
Strophe 42/43
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Strophe 65
Hier nun die Stelle im Grimnismal:
Strophe 30.
Quelle: Edda