| Basisdaten | |
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| Bundesland: | Bayern |
| Verwaltungssitz: | Landshut |
| Fläche: | 10.329,91 km² |
| Einwohner: | 1.195.474 (30. September 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 116 Einwohner je km² |
| Homepage: | regierung.niederbayern.bayern.de |
| Karte | |
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Niederbayern ist einer der sieben Regierungsbezirke in Bayern und nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Bezirk Niederbayern. Er liegt im Osten des Landes und grenzt im Norden an die Oberpfalz, im Nordosten an Böhmen, im Südosten an Oberösterreich und im Südwesten an Oberbayern. Der Begriff "Niederbayern" erscheint zum ersten Mal im Jahre 1255 bei der bayerischen Landesteilung. Ursprünglich war Niederbayern wesentlich größer: Damals gehörten auch der Chiemgau und die Gegend von Bad Reichenhall dazu.
Inhaltsverzeichnis |
Der Regierungsbezirk Niederbayern umfasst drei kreisfreie Städte und neun Landkreise:
Anmerkungen:
Vor der Landkreisreform am 1. Juli 1972 hatte der Regierungsbezirk Niederbayern vier kreisfreie Städte und 22 Landkreise:
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Anmerkung: Bis 1954 wurden die Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz gemeinsam verwaltet. Teile davon sind bis heute erhalten und werden immer noch gemeinsam in Landshut verwaltet.
Die bayerische Verfassung von 1808 teilte das 1806 formierte Königreich Bayern einheitlich in Kreise ein. Die Kreise entsprachen den Verwaltungseinheiten der mittleren Ebene, also den heutigen Bezirken und waren bewusst ohne Bezug zu älteren administrativen oder herrschaftlichen Bezügen ganz nach rational-zweckmäßigen Aspekten umrissen worden. Nach französischem Vorbild wurden die Kreise entsprechend ihren Hauptflüssen benannt. Das Gebiet des heutigen Niederbayern verteilte sich dabei auf den Unterdonau-, den Isar-, den Regen- und den Salzachkreis.
Nachdem sich die bayerischen Außengrenzen in den Folgejahren wiederholt änderten, wurden auch die Kreise neu zugeschnitten, so daß der Unterdonaukreis 1816 große Teile des heutigen Regierungsbezirks Niederbayern umfasste.
Dabei blieb es, bis 1837 der romantisch bewegte König Ludwig I. (Bayern) das französische Benennungsystem durch historisierende Bezeichnungen zu ersetzen wünschte, die die Geschichte der bayerischen Landesteile widerspiegeln sollten. Man verfiel daher auf die Idee, das Gebiet des Unterdonaukreises in "Niederbayern" umzubenennen. Damit spielte man an die erste bayerische Landesteilung von 1255 an, die ein selbständiges niederbayerisches Herzogtum geschaffen hatte. Nach vorübergehender Wiedervereinigung 1340 wurde das Herzogtum 1392 dreigeteilt: In Oberbayern entstanden Bayern-München und Bayern-Ingolstadt, in Niederbayern Bayern-Landshut. Daneben bestand in Niederbayern als viertes Herzogtum bereits seit 1349 Bayern-Straubing. Der als "Niederbayern" benannte Kreis deckte sich geographisch jedoch nicht mit dem historischen Niederbayern. Es handelte sich um eine reine Traditionsbezeichnung. Ungeachtet dessen hat sich die Bevölkerung im Laufe der Zeit mit der willkürlich gewählten Bezeichnung der Verwaltungseinheit identifiziert.
Niederbayern ist landwirtschaftlich geprägt, ist u.a. das größte Anbaugebiet für Gewürzgurken in Europa und hat Anteil am größten Hopfenanbaugebiet der Welt, der Hallertau. Große Bedeutung für die Wirtschaft als Arbeitgeber hat BMW mit seinem größten Automobilwerk in Dingolfing. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt gibt sich entpannt, Niederbayern ist einer von drei Regierungsbezirken die eine Arbeitslosenquote von unter 5 % zu verzeichnen haben.
Die Hauptverkehrswege Niederbayerns sind von Nord nach Süd die Autobahn A 3, die Eisenbahnstrecke Nürnberg - Passau, auf welcher auch Fernverkehr besteht, sowie die Schifffahrtswege Donau und der Rhein-Main-Donau-Kanal.
In Ost-Westrichtung verbindet die Autobahn A 92 sowie die parallel dazu gelegene Eisenbahnstrecke Deggendorf, Dingolfing und Landshut mit München. Die heutige Bundesstraße B 12, welche zur A 94 ausgebaut werden soll, sowie die parallel verlaufende Rottal-Bahn, verbindet Passau und das Rottal mit München.
In Niederbayern existieren insgesamt 3 Hochschulen:
Von 1800 bis 1826 existierte in Landshut eine Universität, diese wurde aber dann nach München verlagert und ist heute die Ludwig-Maximilians-Universität.
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