| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Düren | |
| Koordinaten: | 50° 53′ N, 6° 28′ O | |
| Höhe: | 100 m ü. NN | |
| Fläche: | 63 km² | |
| Einwohner: | 14.265 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 226 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 52382 | |
| Vorwahl: | 02428 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DN | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 58 048 | |
| Gemeindegliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausstraße 8 52382 Niederzier |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hartmut Nimmerrichter (SPD) | |
Niederzier ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Düren.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Niederzier besteht aus den Ortschaften Niederzier, Oberzier, Ellen, Hambach, Krauthausen, Berg, Selhausen und Huchem-Stammeln mit folgenden Ortsgrößen (Stand 2005):
| Ortsteil | Bevölkerung |
| Niederzier | 3.612 |
| Huchem-Stammeln | 3.361 |
| Oberzier | 3.077 |
| Berg | ? |
| Ellen | 2.301 |
| Hambach | 1.383 |
| Krauthausen | 750 |
| Selhausen | 423 |
Niederzier liegt in der Jülicher Börde, die durch weite, ebene Ackerflächen geprägt ist. Im Südwesten wird Niederzier durch das Rurtal begrenzt, im Norden und Osten bildet die Sophienhöhe und der Tagebau Hambach eine künstliche Begrenzung der Gemeinde. Im Südosten verläuft die Gemeindegrenze entlang der BAB 4.
Angrenzende Städte und Gemeinden sind im Nordwesten die Stadt Jülich, im Norden die Gemeinde Titz, im Nordosten die Gemeinde Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis), im Südosten die Gemeinde Merzenich, im Süden die Stadt Düren und im Westen die Gemeinde Inden.
Niederzier und Oberzier können bereits im 12. Jahrhundert nachgewiesen werden. Die späteren Teile der Gemeinde gehörten bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 zum Herzogtum Jülich, von 1794 bis 1814 standen die Teile der Gemeinde dann unter französischer Verwaltung. Durch die Grenzziehung des Wiener Kongresses wurden die Ortschaften unter preußische Verwaltung gestellt. Seine heutige Struktur besitzt die Gemeinde seit dem 1. Januar 1972, da zu diesem Zeitpunkt ein Gesetz zur Neuordnung des Raumes Aachen, das Aachen-Gesetz, in Kraft trat. Ab 1972 gehörte auch der Ort Lich-Steinstraß an der nördlichen Gemeindegrenze zum Gemeindegebiet. Dieser besteht heute nicht mehr; er fiel dem Braunkohletagebau Hambach zum Opfer und wurde Ende der achtziger Jahre nach Jülich umgesiedelt (Neu-Lich-Steinstraß, Möhnewinkel).
Das bekannteste Bauwerk der Gemeinde ist die Wasserburg Niederzier, momentan dient sie als Verwaltungssitz der Gemeindeverwaltung. Nach der Zerstörung durch französische Truppen um 1674, wurde im Jahre 1698 das Herrenhaus und 1765 die Vorburg wieder aufgebaut worden. Ein zweites Mal wurde die Burg durch die Kämpfe an der Rurfront am 11. Februar 1945 zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wieder aufgebaut und im Jahre 1975 und 1976 erfolgte die Erweiterung der Burg als Verwaltungssitz. Im Dorf Hambach, nach dem der nahegelegene Tagebau benannt ist, findet sich das alte herzogliche Jagdschloss Schloss Hambach, das in Teilen erhalten ist und Reste mittelalterlicher und renaissancezeitlicher Architektur bietet.
Zu den regionalen Naherholungsgebieten gehört der Ellbachpark in der Ortschaft Niederzier, sowie die Sophienhöhe am Nordrand der Gemeindegrenze. Ebenfalls gibt es einen Skatepark neben dem Jugendzentrum.
Durch den südlichen Teil der Gemeinde Niederzier und durch den Ortsteil Selhausen führt die B 56, nordwestwärts Richtung Jülich, südostwärs Richtung Düren.
Der Tagebau Hambach, tiefster Braunkohletagebau Europas, kann von verschiedenen Aussichtspunkten im Gemeindegebiet eingesehen werden.
Ergebnisse der letzten Kommunalwahl im September 2004:
Aufgrund dieser Ergebnisse sind die 26 Sitze des Gemeinderates wie folgt verteilt:
Aldenhoven | Düren | Heimbach | Hürtgenwald | Inden | Jülich | Kreuzau | Langerwehe | Linnich | Merzenich | Nideggen | Niederzier | Nörvenich | Titz | Vettweiß