Nowotaniec

Nowotaniec
Wappen von Nowotaniec
Nowotaniec auf der Karte von Polen
Nowotaniec
Nowotaniec
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Landkreis: Sanok
Geographische Lage: 49° 31' N, 22° 02' O
Einwohner: 430 (2002)
Postleitzahl: 38-506
Telefonvorwahl: (+48) 13
Kfz-Kennzeichen: RSA
Wirtschaft & Verkehr
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka

Nowotaniec [nɔvɔ'taɲɛts] (deutsch Lobentanz) ist ein Dorf in der Gemeinde Bukowsko, Kreis Sanok (Powiat Sanocki), Woiwodschaft Karpatenvorland, im äußersten Südosten Polens.

Es liegt in einem bewaldeten, hügeligen Gebiet an der Landstraße zwischen Zarszyn und Bukowsko. Die durchschnittliche Höhe über NN beträgt 363m.

Nowotaniec liegt am Gebirgsbach Pielnica, der hier von mehreren Bächen gespeist wird, welche v.a. von den nahegelegenen Bergen Wysoka Gora (im Westen, 432m) und Bukowica (im Osten, 541m) kommt. Nachbardörfer sind Nadolany im Norden und Nagorzany im Süden .

Nowotaniec besaß von 1444 bis 1946 die Stadtrechte (=Städtlein).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon früh gab es in Nowotaniec eine (katholische) Steinkirche; auch eine Grundschule, ein Rittergut, eine alte Burg, und eine Brauerei. Jeden Montag war Markttag.

Nowotaniec und Nagorzany, Juli 2005
Nowotaniec und Nagorzany, Juli 2005
Markt Nowotaniec, 1937
Markt Nowotaniec, 1937
St.Nikolai-Kirche, Nowotaniec, 2005
St.Nikolai-Kirche, Nowotaniec, 2005
Katasterplan des Städtchens Nowotaniec, 1852,Galizien
Katasterplan des Städtchens Nowotaniec, 1852,Galizien

Das Stadtrecht (Dorf) bekam der Ort aber erst 1409 als Lobetanz früher Brzozow (1366-1409 Brzozowa alias Lobetanz), zweite Lokation in 1444 und Namensänderung auf Nowothaniec ('Neutanz') nach Magdeburger Recht verliehen. Im 15. Jahrhundert war Nowotaniec im Besitz der deutschstämmigen Familie Lobedans, woraus sich der frühere Name des Ortes ableitet: (Ahd) Lobedans oder auch Lobetanz. Peter von Lobetanz oder Peter von Hungaria (1361) aus Bartfeld hat mit seinen Namen die Gründungsurkunde in Humniska unterzeichnet.

Später wurde der Name von Lobetanz zu Nebetanz geändert, er war im schon 16. Jahrhundert allgemein üblich. Die heutige polnische Form ist davon abgeleitet. Erste Bauern waren ein Krämer und Mathias Fort der gerber off briffevo de dorffe Lobedanc (1424).

In den Akten finden sich zwei Dokumente, die von Stanisław Bal und Mathias Bal unterzeichnet wurden, zwei Kastellanen von Sanok. Nowotaniec war bis zur Zeit von König Stephan Báthory im Besitz derer von Bal.

Nächste Besitzer waren die de Stano. Hieronymus de Stano war Calvinist und er reformierte die hiesige Kirche. 1613 erfolgte die Gegenreformation, aber für das Jahr 1699 ist anlässlich eines Besuchs Bischof Denhoffs überliefert, dass sich nahe der Burg Aleksander de Stanos ein protestantisches Gemeindehaus befunden hat. Später verkaufte Boguslaw Stan den Ort an die Familie Bukowski. Unter deren Herrschaft entstand die noch heute existente Kirche St. Nikolaus, die 1745 von Bischof Wacław Hieronim Sierakowski geweiht wurde.

Von 1772 bis 1914 war der Markt Nowotaniec mit der Ortschaft Nagorzany zur Provinz Galizien, Kreis Sanok, Steuerbezirk (Katastralgemeinde) Bukowsko gehörig. Nach den Bukowskis kam Nowotaniec an die Bronieckis und schließlich an Wiktor Poźniak, der auch das Brenn-, Brau- und Schankmonopol innehatte. Am 5./6. April 1946 wurde die Stadt von Truppen der UPA) angegriffen, geplündert und Einwohner wurden ermordet. Krieg und Nachkriegsschäden hatten für Nowotaniec und Bukowsko den Verlust des Stadtrechts zur Folge.

Einwohnerentwicklung


Jahr 1589 1797 1873 1898 1929 2002
Einwohnerzahl 175 419 573 634 529 430
Liste der Wähler, Nowotaniec, 1867
Liste der Wähler, Nowotaniec, 1867

Bürgermeister (Vögte)

  • 1499. Jan
  • 1767. Jakub Wojtowicz,
  • 1784. Szymon Drost,
  • 1786. Stanisław Drozd,
  • 1790. Sebastian Kucharski, Nadolany
  • 1795. Wawrzyniec Jazowski, Nadolany
  • 1800. Jan Banasiewicz,
  • 1801. Tomasz Szatkowski,
  • 1813. Jakub Krulicki,
  • 1803. Sebastian Cesarczyk, Nadolany
  • 1806. Jakub Silarski, Nadolany
  • 1808. Jan Kulikowski
  • 1811. Sebastian Dziedzic,
  • 1821. Jan Drozd,
  • 1834. Jan Drozd,
  • 1867. Michael Kozma
  • 1870. Michael Sieradzki,
  • 1876. Józef Silarski, Nadolany
  • 1939. Zenon Krzywkowicz-Pozniak
  • 1941. Leon Mazur
  • 1946. Stanislaw Silarski
DieKirche
DieKirche

Religion

Die (römisch-katholische) Kirchengemeinde gehört einschließlich Darow, Nadolany, Nagorzany, Pielnia, Pulawy, Wola Jaworowska, und Wola Sękowa zum Bistum Przemyśl, Dekanat Sanok. 1873 umfasste sie 1.960 römische und 156 griechische Katholiken.

Sehenswürdigkeiten

Nicht weit von Nowotaniec liegt die Burg Zboiska, gebaut 1529 durch den Palatinat Odnowski von Krakau.

Eigentümer

  • Bal de Lobetanz (1366-1565)
  • de Stano (1565-1713)
  • Bukowski (1713-1746)
  • Broniecki, Gumowski (1746-1767)
  • de Sas-Jaworski (1767-1813)
  • Wictor de Wiatrowice Brochwicz (1813-1944), propretarius
  • de Krziwkowicz-Poźniak (1813-1944)

Söhne und Töchter des Ortes

  • Onufry Poźniak - Dichter
  • Anastazy Jakub Pankiewicz OFM - Heilige Anastazy
  • Eugeniusz Tomaszewski - Pf. Prof. Historiker

Weblinks

Quelle:
Artikel Nowotaniec aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren