Oberlausitzer Ruhmeshalle

Frontansicht der Oberlausitzer Ruhmeshalle
Frontansicht der Oberlausitzer Ruhmeshalle

Die Oberlausitzer Ruhmeshalle ist einer der bedeutendsten Monumentalbauten der wilhelminischen Zeit. Sie befindet sich in dem heute polnischen Görlitzer Stadtteil Zgorzelec.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Errichtet wurde das Gebäude in den Jahren 1898 bis 1902 als Oberlausitzer Gedenkhalle und Museum. Es wurde dem Andenken an zwei deutsche Kaiser gewidmet, die im Dreikaiserjahr 1888 verstorben sind: Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III.

Die feierliche Eröffnung erfolgte durch Kaiser Wilhelm II. am 28. November 1902. Das Museum wurde am 1. Juni 1904 der Öffentlichkeit als Kaiser-Friedrich-Museum in der Görlitzer Oststadt übergeben.

Bauliche Details

Die ca. 42 Meter hohe Kuppel mit einer vergoldeten Kaiserkrone ist der alten Kuppel des Berliner Reichstages nachempfunden.

Zwei Figurengruppen an der Außenfassade wurden von Hugo Lederer aus Berlin geschaffen, die Reliefs und Figurenfriesen im Treppenbereich ebenso wie die Victoria über dem Giebel sowie die Kunst an der Seitenfront von Bildhauer Reinhard Schnauder aus Dresden.

Nutzung

Während des Zweiten Weltkrieges war das Museum geschlossen. Es wird seit 1948 als Dom Kultury (Kulturhaus) für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt und bildet das kulturelle Wahrzeichen der seit 1945 polnischen Stadt Zgorzelec. 1950 wurde hier das Abkommen über den Verlauf der deutsch-polnischen Grenze an Oder und Neiße zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen unterzeichnet.

In dem Gebäude finden Ausstellungen, Theateraufführungen und Musikkonzerte statt. Es beherbergt das Diskussionskino „POZA“ und in seiner unmittelbarer Nähe liegt in einer großen Parkanlage eine Freilichtbühne.

Seit 2000 halten die Räte der Zwillingsstädte Görlitz und Zgorzelec in dem Museum gemeinsame Stadtratssitzungen ab.

Weitere Informationen

Führungen

  • Sonnabends Führungen in polnischer Sprache
  • Sonntags Führungen in deutscher Sprache

Weblinks

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