Oberon (Mond)

IV Oberon
Oberon, aufgenommen von Voyager 2
Zentralkörper Uranus
Eigenschaften des Orbits
Große Halbachse 583.519 km
Periapsis 582.585 km
Apoapsis 584.453 km
Exzentrizität 0,0016
Bahnneigung 0,068°
Umlaufzeit 13,4632 Tage
Mittlere Bahngeschwindigkeit 3,15 km/s
Physikalische Eigenschaften
Albedo 0,24
Scheinbare Helligkeit 13,2 mag
Mittlerer Durchmesser 1522,8 km
Masse 3,01×1021 kg
Oberfläche 7 300 000 km²
Mittlere Dichte 1,63 g/cm³
Siderische Rotation 13,4632 Tage
Achsneigung 0,0°
Fallbeschleunigung an der Oberfläche 0,346 m/s²
Fluchtgeschwindigkeit 700 m/s
Oberflächentemperatur ca. 80 K
Entdeckung
Entdecker W. Herschel
Datum der Entdeckung 11. Januar 1787
Anmerkungen gebundene Rotation

Oberon (auch Uranus IV) ist der äußerste und zweitgrößte der großen Monde des Planeten Uranus. Er wurde am 11. Januar 1787 von Wilhelm Herschel entdeckt und wie die anderen vier zuerst entdeckten Uranusmonde (Oberon, Titania, Ariel, Umbriel) von seinem Sohn John Herschel nach Figuren von William Shakespeare oder Alexander Pope benannt. Der namensgebende Oberon ist in Shakespeares Sommernachtstraum der König der Elfen.

Bahndaten

Oberon umkreist Uranus in einem mittleren Abstand von 583.519 km in rund 13 Tagen und 11 Stunden. Die Bahn weist eine leichte Bahnexzentrizität von etwa 0,0016 auf und ist rund 0,7° gegenüber dem Äquator des Uranus geneigt.

Aufbau und physikalische Daten

Oberon hat einen Durchmesser von 1523 km und ist somit nur geringfügig (45 km) kleiner als Titania. Darüberhinaus ähneln sich die beiden Monde in ihren physikalischen Daten stark, wobei Oberon mit einer mittleren Dichte von 1,63 g/cm3 nochmals etwas leichter ist als seine „Schwester“. Oberon weist eine hohe Albedo von 0,24 auf, das heißt 24% des eingestrahlten Sonnenlichts werden von der Oberfläche reflektiert. Aus beiden Daten lässt sich ableiten, dass Oberon wahrscheinlich zu etwa 50% aus Wassereis, 30% aus silikatischem Gestein und 20% aus Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen besteht.

Die mittlere Oberflächentemperatur beträgt -188° Celsius. An der Oberfläche beträgt die Schwerebeschleunigung 0,346 m/s2, dies entspricht rund 4% der irdischen.

Oberon rotiert in 13 Tagen und 11 Stunden um die eigene Achse und weist somit, wie der Erdmond, eine gebundene Rotation auf.

Aufnahmen der Raumsonde Voyager 2 zeigten eine von Kratern übersäte, vereiste Oberfläche, die offensichtlich sehr alt ist und nur wenig geologische Aktivitäten aufweist. In vielen Kratern finden sich auf dem Boden Ablagerungen einer noch unbekannten, dunklen Substanz.

Quelle:
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