| Offlumer See | |||
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| Der Offlumer See in Neuenkirchen | |||
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| Daten | |||
| Höhe über Meeresspiegel | 46 m | ||
| Fläche | 0,5 km² | ||
| maximale Tiefe | 20 m | ||
| Besonderheiten |
Künstlicher See, Strandpromenade, Badestelle, Aussichtsplattform, Rundwanderwege |
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| Größter See auf dem Münsterländer Hauptkiessandzug | |||
Der Offlumer See ist ein durch Kies- und Sandabbau entstandener Baggersee in Nordrhein-Westfalen und liegt in der Neuenkirchener Bauernschaft Offlum auf dem Münsterländer Kiessandzug.
Schon seit dem 19. Jahrhundert gab es Sand- und Kiesabbau an zahlreichen Stellen auf dem Münsterländer Kiessandzug, einer Ablagerung aus der Saaleeiszeit. Nach dem Einmarsch der englischen Truppen am Ende des Zweiten Weltkrieg wurden hier die so genannten „Herzogs Tannen“ gefällt und ein „Panzerfriedhof“ eingerichtet. Nach dem Abräumen des Geländes begann 1951 der Abbau der reichen Quarzvorkommen im großen Stil. Dabei wurden nach und nach immer mehr technische Einrichtungen erstellt. Verladerampen entstanden an der Wettringer Straße und an der Bahnstrecke Rheine–Ochtrup (heute Radweg) wurde ein Bahnanschluss hergestellt. Die Tiefentsandung erfolgte zunächst mit einem Schwimmbagger und später auch mit Saugbaggern. In großen Trichtersilos wurde das Material zwischengelagert und mit Förderbändern zum Aufbereitungswerk an der Bahntrasse transportiert. In den besten Jahren (1960er) waren bis zu 600 Menschen mit der Sand- und Kiesgewinnung am Offlumer See beschäftigt. Der Quarzsand wurde sogar bis in die Wüste Sahara exportiert. Bei den Arbeiten am Offlumer See gab es drei Todesfälle. Zwei Menschen starben bei Abbauarbeiten und ein Mensch ertrank.
Seit dem Jahr 2005 ist die Sandgewinnung eingestellt und die technischen Anlagen sind heute zurückgebaut. Neben dem jetzt fast 50 ha großen See zeugen nur noch drei große Trichtersilos von den jahrzehntelangen Aktivitäten. Im Rahmen der Regionale 2004 (Projekt: „Sprung über die Kiesbank“) ist der Offlumer See zu einer touristischen Attraktion für Neuenkirchen geworden. Unter anderem wurden eine Strandpromenade gebaut und die Trichtersilos umgesetzt. Sie stehen nun als weithin sichtbare Aussichtsplattform oberhalb der Strandpromenade und werden Trichtertürme genannt. Ein Seecafé an der Strandpromenade wurde zu Ostern 2007 eröffnet.
Der See hat eine ausgezeichnete Wasserqualität und ist ein fischreiches Gewässer. Der ganze See liegt in der Wasserschutzzone 3a des Wasserwerk der Stadt Ochtrup.
Gabionen und Strandpromenade
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Brockhaus-1809: Der Mareotische See · Der Comer-See
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