Oker

Dieser Artikel erläutert den Fluss Oker; zu anderen Bedeutungen siehe Oker (Begriffsklärung).

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Oker
Zusammenfluss von Oker (links) und Gerlachsbach (rechts) in Altenau

Zusammenfluss von Oker (links) und Gerlachsbach (rechts) in Altenau

Daten
Lage In Niedersachsen
Länge 105 km
Quelle Am Bruchberg im Harz
Quellhöhe ca. 910 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt
Mündung Bei Müden in die Aller
Mündungshöhe ca. 48 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied ca. 860 m
Einzugsgebiet 1.800 km²
Großstädte Braunschweig
Mittelstädte Goslar, Wolfenbüttel
Rechte Nebenflüsse Radau, Ecker, Ilse, Altenau, Schunter
Linke Nebenflüsse Abzucht, Wedde, Warne

Die Oker ist ein 105 km langer, linker Nebenfluss der Aller in Niedersachsen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Mündung der Schunter in die Oker nahe Groß Schwülper
Mündung der Schunter in die Oker nahe Groß Schwülper

Die Oker entspringt in 900 m Höhe am Bruchberg (51° 47′ N, 10° 29′ O) im Harz als Große Oker und wird unterhalb von Altenau in der Okertalsperre gestaut. Unterhalb der Staumauer bis etwa zum Goslarer Stadtteil „Oker“ wird die Oker zu bestimmten Anlässen für Kanusport genutzt.

Vom Ort Oker aus fließt die Oker in nordöstliche Richtung bis Vienenburg, wo erst die von Süden kommende Radau und dann die von Südosten heran fließende Ecker einmündet. Von diesen Flusseinmündungen führt der weitere Verlauf des Flusses südöstlich vorbei am Harly-Wald, wonach er nach Norden abknickt und sein Wasser (idyllisch und romantisch) über Schladen und Wolfenbüttel nach Braunschweig fließt. Im Süden Braunschweigs wird die Oker durch das Eisenbütteler Wehr gestaut. Dann im Bürgerpark kurz vor der Braunschweiger Altstadt teilt sich die Oker auf, in den Westlichen und den Östlichen Umflutgraben, die den Stadtkern umfließen. Die eigentliche Oker wurde überdeckt und verläuft heute im Bereich der Altstadt unterirdisch in Röhren und kommt erst nördlich der Altstadt wieder zum Vorschein. Der Wasserstand im Stadtgebiet wird durch das Petritorwehr im westlichen und das Wendenwehr im östlichen Umflutgraben gesteuert. Nach der Vereinigung der Umflutgräben im Nordwesten des Stadtkerns wird die Oker nördlich des Stadtteils Watenbüttel in einem Düker unter dem Mittellandkanal hindurchgeführt, bevor bei Groß Schwülper von Osten die Schunter einmündet. Dann fließt sie weiter bis zur ihrer Mündung in die Aller (52° 31′ N, 10° 22′ O), die sich im zwischen Gifhorn und Celle gelegenen Müden befindet.

Geschichte

Oker Wehr in Oker
Oker Wehr in Oker
Floß auf der Oker in Braunschweig
Floß auf der Oker in Braunschweig

Die Oker war bereits seit Beginn des 9. Jahrhunderts die Diözesangrenze zwischen den Bistümern Halberstadt und Hildesheim. Zwischen Ohrum und Börßum bildete sie außerdem die Ostgrenze des Fürstbistums Hildesheim gegenüber dem Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel und weiter nach Süden bis Wiedelah gegenüber dem Fürstbistum Halberstadt, nach dessen Säkularisierung dem Kurfürstentum Brandenburg.

Nach 1814 war die Oker die Ostgrenze des Königreichs Hannover gegenüber dem Herzogtum Braunschweig und dem Königreich Preußen. Nach 1866 war sie Grenze zwischen den preußischen Provinzen Hannover und Sachsen sowie nördlich von Börßum bis Ohrum zwischen der Provinz Hannover im Westen und dem Herzogtum Braunschweig im Osten. Von 1945 bis 1990 verlief die Innerdeutsche Grenze zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland zwischen Wiedelah und Schladen in der Flussmitte der Oker.

Nördlich von Schladen wurde am topografisch bedingt rund 20 m über dem Flussbett gelegenen Okerufer die Königspfalz Werla nachgewiesen.

Seit der Expo 2000 wurden innerhalb Braunschweigs Brücken über die Oker und deren Umgebung künstlerisch gestaltet, nach dem Jahr 2004 im Rahmen des Projektes Okerlicht.

Herkunft und Bedeutung des Namens

Mündung der Oker (rechts) in die Aller bei Müden (Aller)
Mündung der Oker (rechts) in die Aller bei Müden (Aller)

Der Flussname wird 781 als Ovacra überliefert, um 1014 lautet er Ovecare. Der Ursprung könnte aus dem alt-slawischen kommen, wo kra für Klumpen steht (poln.: „Eisscholle“), was zu Vkra für Eisfluss wurde.

Weblinks

Quelle:
Artikel Oker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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