Olympische Sommerspiele 1976

XXI. Olympische Sommerspiele
Olympische Ringe
Teilnehmende Nationen 92
Teilnehmende Athleten 6084 (4824 Männer, 1260 Frauen)
Wettbewerbe 198 in 21 Sportarten
Eröffnung 17. Juli 1976
Schlussfeier 1. August 1976
Eröffnet durch Königin Elisabeth II. von England
Olympischer Eid Pierre Saint-Jean (Sportler)
Maurice Fauget (Kampfrichter)
Olympische Fackel Stéfane Préfontaine und
Sandra Henderson

 

Medaillenspiegel
Platz Land G S B Total
1 Sowjetunion Sowjetunion 49 41 35 125
2 DDR DDR 40 25 25 90
3 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 34 35 25 94
4 BR Deutschland BR Deutschland 10 12 17 39
5 Japan Japan 9 6 10 25
6 Polen Polen 7 6 13 26
7 Bulgarien 6 9 7 22
8 Kuba Kuba 6 4 3 13
9 Rumänien 4 9 14 27
10 Ungarn Ungarn 4 5 13 22
20 Schweiz Schweiz 1 1 2 4
40 Österreich Österreich 1 1
Vollständiger Medaillenspiegel

Die Spiele der XXI. Olympiade fanden in Montréal, Kanada statt. Andere Kandidatenstädte waren Los Angeles und Moskau.

Inhaltsverzeichnis

Herausragende Sportler

  • Der Star dieser olympischen Spiele war die erst 14-jährige rumänische Turnerin Nadia Comăneci. Für ihre Leistung am Stufenbarren errang sie als Erste eine 10,0. Im Laufe der Spiele gelang ihr das noch 7 weitere Mal.

Erwähnenswertes

  • Boykott
    16 afrikanische Länder verzichten auf die Teilnahme an den Spielen, weil Neuseeland den internationalen Sportbann gegen den Apartheid-Staat Südafrika gebrochen hat, in dem sie gegen das dortige Rugby-Auswahlteam gespielt hat. Den ursprünglich von den Afrikanern geforderten Ausschluss Neuseelands von den Spielen verweigerte das IOC. Nach dem Beginn der Spiele schlossen sich weitere afrikanische Staaten dem Boykott an. 24 von ihnen zogen ihre Athleten ab. Zu diesem Schritt entschloss sich aus Solidarität auch das südamerikanische Guyana. Die internationale Öffentlichkeit kritisierte das Vorgehen der Afrikaner mehrheitlich, zumal in den Wochen vor den Spielen nicht nur neuseeländische, sonderen auch ander Sportler bei gemeinsamen Wettkämpfen mit Südafrikanern angetreten waren.
  • Nichtteilnahme Taiwans
    Taiwan war – im Gegensatz zur Volksrepublik China – offiziell eingeladen. Da sich der kanadische Premierminister Trudeau eine verbesserte Beziehung zur Volksrepublik China erhoffte, sollte die Mannschaft jedoch nicht unter dem, ihrem Selbstverständnis nach korrekten, Namen „Republik China“, sondern als „Taiwan“ teilnehmen. Aus diesem Grund zog sich das Land von den Spielen zurück.
  • Spiele der Sicherheit
    Nach dem Terroranschlag bei den letzten Spielen, welche in München stattgefunden hatten, stellten die Organisatoren in Montréal die Sicherheit der Athleten in den Mittelpunkt aller Bemühungen. Sicherheitskontrollen bestimmen das Bild an allen Wettkampfstätten.
  • Erfolgloser Gastgeber
    Als bisher einziger Gastgeber von Olympischen Sommerspielen blieb Kanada ohne Olympiasieg.
  • Basketball der Frauen
    Die sowjetische Mannschaft gewann die erste Goldmedaille im Frauen-Basketball.
  • Fahnenträger
    Fahnenträger für die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland bei der Eröffnungsfeier war der Springreiter Hans Günter Winkler, der zum sechsten Mal an Olympischen Spielen teilnahm. Für die Mannschaft der DDR trug die Fahne der Leichtathlet Hans Reimann.
  • Betrug im Modernen Fünfkampf
    Der Ukrainer Boris Onischtschenko aus Kiew wurde wegen Betruges disqualifiziert. Der ehemalige Weltmeister hatte seinen Degen mit einem Kontaktknopf präpariert um bei der elektronischen Trefferanzeige beim Gegner Treffer anzeigen zu lassen, obwohl dieser nicht getroffen wurde.

Wettbewerbe

Siehe auch

Weblinks

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