| XXVIII. Olympische Sommerspiele | |
|---|---|
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| Teilnehmende Nationen | 202 |
| Teilnehmende Athleten | etwa 10.500 (etwa 6300 Männer, etwa 4200 Frauen) |
| Wettbewerbe | 301 in 28 Sportarten |
| Eröffnung | 13. August 2004 |
| Schlussfeier | 29. August 2004 |
| Eröffnet durch | Konstantinos Stefanopoulos (Präsident Griechenlands) |
| Olympischer Eid | Zoe Dimoschaki (Sportlerin) Lazaros Voreadis (Kampfrichter) |
| Olympische Fackel | Nikolaos Kaklamanakis |
| Medaillenspiegel | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Platz | Land | G | S | B | Gesamt |
| 1 | 36 | 39 | 27 | 102 | |
| 2 | 32 | 17 | 14 | 63 | |
| 3 | 27 | 27 | 38 | 92 | |
| 4 | 17 | 16 | 16 | 49 | |
| 5 | 16 | 9 | 12 | 37 | |
| 6 | 13 | 16 | 20 | 49 | |
| 7 | 11 | 9 | 13 | 33 | |
| 8 | 10 | 11 | 11 | 32 | |
| 9 | 9 | 12 | 9 | 30 | |
| 10 | 9 | 9 | 12 | 30 | |
| … | … | … | … | … | … |
| 15 | 6 | 6 | 4 | 16 | |
| … | … | … | … | … | … |
| 27 | 2 | 4 | 1 | 7 | |
| … | … | … | … | … | … |
| 46 | 1 | 1 | 3 | 5 | |
| Vollständiger Medaillenspiegel | |||||
Die XXVIII. Olympischen Sommerspiele fanden vom 13. bis zum 29. August 2004 in der griechischen Hauptstadt Athen statt. Nach den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 und den inoffiziellen Zwischenspielen 1906, die vom IOC nicht offiziell als Olympische Spiele angesehen werden, war Athen zum zweiten Mal Ausrichter der Olympischen Sommerspiele. Erstmals seit dem Olympischen Sommerspielen 1992 fanden Olympische Sommerspiele wieder in der europäischen Zeitzone statt.
Noch nie zuvor gab es so viele Interessenten für die Ausrichtung der Spiele. Russland, Schweden, Frankreich, Argentinien, Brasilien, Italien, Puerto Rico, Südafrika, die Türkei, Spanien und Griechenland reichten die Bewerbungsunterlagen beim IOC ein.
Für die Entscheidung am 5. September 1997 wurden Rom, Kapstadt, Athen, Stockholm und Buenos Aires als Kandidatenstädte zugelassen. Die Olympischen Sommerspiele 2004 wurde in der IOC-Session in Lausanne nach Athen vergeben.
Die Vergabe der Spiele nach Athen wurde als Wiedergutmachung verstanden, nachdem sieben Jahre zuvor die Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 1996 gescheitert war. Damals war man davon ausgegangen, dass die Olympische Bewegung zur Feier des 100. Geburtstags der Olympischen Spiele der Neuzeit wieder an ihren Ausgangspunkt zurückkehren würde.
| Bewerbung | Land | Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Athen 2004 | 32 | – | 38 | 52 | 66 | |
| Rom 2004 | 23 | – | 28 | 35 | 41 | |
| Kapstadt 2004 | 16 | 62 | 22 | 20 | – | |
| Stockholm 2004 | 20 | – | 19 | – | – | |
| Buenos Aires 2004 | 16 | 44 | – | – | – |
Nachdem Athen 1997 den Zuschlag zur Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2004 erhielt, passierte bis ins Jahr 2000 nur wenig bei den Vorbereitungen. Erst nachdem der damalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch Anfang des Jahres 2000 Athen mit dem Entzug der Spiele drohte, begann man mit den Arbeiten. Zu den größten Bauvorhaben in Athen gehörten die Ringautobahn, die U- und die Straßenbahn. Außerdem wurde das Streichen von Hausfassaden in Athen von der Stadtverwaltung subventioniert.
Nach dem Regierungswechsel in Griechenland im März 2004 steigerten die Organisatoren noch einmal das Tempo der Arbeiten. Trotzdem blieb bis zuletzt fraglich, ob Athen bis zum Beginn der Spiele fertig werden würde. Im Juni 2004 waren erst 15 von 39 Sportstätten fertig.
Zur Eröffnung der Spiele hatten es die Griechen jedoch geschafft, fast vollständig fertig zu sein. Sogar das Dach des Olympiastadions stand, obwohl selbst das IOC daran zweifelte, dass es fertig würde. Trotzdem wurde nicht alles fertig wie geplant, so musste das Schwimmstadion entgegen ursprünglicher Planungen wegen Zeitmangel ohne Dach auskommen. Außerdem wurden Bäume zu spät gepflanzt, so dass sie zu den Olympischen Spielen noch keinen Schatten spenden konnten.
Auf der 116. Vollversammlung des IOC griff der griechische Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos die Kritik durch das IOC an den Vorbereitungen scharf an. Der damals 77-jährige sagte: „Es hat ausgewogene, gerechtfertigte Vorschläge von ihrem Komitee und auch von ehrlichen Freunden der Olympischen Idee gegeben. Verbittert war ich von einer Reihe bösartiger und ironischer Kommentare von anderen. Sie sagten einen organisatorischen Fehlschlag voraus.“ Weiter bemerkte er, im Bezug auf ein Interview des IOC-Präsidenten Jacques Rogge, in dem dieser die Vergabe der Spiele an Athen angeblich als Fehler bezeichnet hatte: „Was ich nicht akzeptieren kann sind Aussagen, dass es ein Fehler war, die Spiele an Griechenland zu vergeben.“
Aufgrund der durch die Verzögerungen erforderlich gewordenen Akkordarbeit starben 13 Bauarbeiter, was noch am Dienstag vor der Eröffnung der Spiele zu Protesten führte. Die Demonstranten machten die Vernachlässigung der Sicherheitsmaßnahmen im Akkordbetrieb für die Unfälle verantwortlich.
Erst spät kam es zu einem Ansturm auf die Eintrittskarten. Am 10. August 2004, dem Dienstag vor der Eröffnung, wurde ein neuer Verkaufsrekord mit 88.317 Karten aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren aber immer noch 2,7 Millionen der insgesamt 5,7 Millionen Karten zu haben.
Athene und Phoibos sind die Maskottchen der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen. Sie stellen die griechischen Götter der Weisheit (Athene) sowie des Lichts und der Musik (Apollo, einer seiner geläufigsten Beinamen lautete Phoibos) dar. Sie wurden von dem griechischen Designer Spyros Gogos entwickelt und vom Organisationskomitee der Spiele (ATHOC) aus 196 eingereichten Vorschlägen ausgewählt.
Die beiden Maskottchen sind Zwillinge (obwohl in der griechischen Mythologie Artemis, und nicht Athene, die Zwillingsschwester Apolls ist) und symbolisieren damit die Geschwisterlichkeit unter allen Teilnehmern der Spiele. Die Farben Blau und Orange stehen für das griechische Meer und die griechische Sonne.
In der Gestaltung sind Athena und Phevos einer Terracottapuppe aus dem archaischen Zeitalter (ca. 7. Jahrhundert v. Chr.) nachgebildet. Diese Daidala waren glockenförmig und hatten bewegliche Glieder. Die Originale sind im Nationalen Archäologischen Museum von Athen ausgestellt.
Das Logo der Olympischen Sommerspiele 2004 zeigte einen Olivenzweig auf blauem Hintergrund. Damit wurde das Symbol der antiken Siegerehrungen aufgegriffen.
Die Gestaltung der Medaillen wurde das erste Mal seit 1928 verändert, damit griechische Elemente eingefügt werden konnten. Der Entwurf stammte von der griechische Künstlerin Elena Votsi.
In Anlehnung an die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit und die Olympischen Spiele der Antike bekamen die Sieger der Wettbewerbe einen Kranz aus Zweigen des Olivenbaums.
Das Olympische Feuer wurde am 25. März 2004 im antiken Olympia entzündet. Der Fackellauf der Olympischen Spiele 2004 war der erste, der auch durch Südamerika, Afrika und Indien führte und somit jeden Kontinent erreichte. auf der Route des Fackellaufes lagen alle ehemaligen Austragungsorte Olympischer Sommerspiele. Das Olympische Feuer wurde in einer speziell ausgerüsteten Boeing 747, die den Namen Zeus trug, transportiert.
Die Stationen des Fackellaufes waren:
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Am 9. Juli 2004 kehrte das Olympische Feuer nach Griechenland zurück, nachdem es am vorherigen Tag als letzte Auslandsetappe Zypern besuchte. Der mehr als einmonatige Fackellauf durch Griechenland, der nun folgte, führte das Feuer, während der Überquerung eines Sees an der Grenze zu Albanien, auch auf albanisches Territorium. Einer der berühmten Fackelträger war Otto Rehhagel, der wenige Monate vorher überraschend mit der griechischen Fußballnationalmannschaft Europameister wurde. Er trug die Fackel 2500 Meter über die Rion-Antirion-Brücke.
Während der Eröffnungsfeier am 13. August 2004 in Athen entzündete der griechische Olympiasieger im Surfen Nikolaos Kaklamanakis das olympische Feuer in Form einer 31 Meter hohen Fackel im Olympiastadion
In Athen wurde mit 202 teilnehmenden Nationen ein neuer Rekord aufgestellt. Die alte Bestmarke stammte von den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, wo 199 Nationen starteten.
Ein versöhnliches Signal war der gemeinsame Einmarsch von Nord- und Südkorea während der Eröffnungsfeier. Bei den Wettkämpfen traten die beiden verfeindeten Länder aber separat an.
Das irakische Olympiateam erhielt besondere Unterstützung. Die australische Luftwaffe stellte ein Flugzeug zum Transport der Olympiamannschaft zur Verfügung und das japanische Nationale Olympische Komitee stellte die Bekleidung für die 48 irakischen Teammitglieder.
Hauptartikel: Wettkampforte der Olympischen Sommerspiele 2004