Der Oranienplatz ist ein Stadtplatz im Berliner Ortsteil Kreuzberg. Er bildet das Zentrum der historischen Luisenstadt. Ursprünglich wurde er von 1841 bis 1852 von Peter Joseph Lenné im Zuge der Planung des Luisenstädtischen Kanals angelegt.
In der Mitte des rechteckigen Oranienplatzes überspannte die Oranienbrücke den Luisenstädtischen Kanal, auf der sowohl die Oranien- als auch die Dresdner Straße mit ihren Straßenbahnlinien den Kanal überquerten. Zu Postkutschenzeiten führte hier auf der alten Dresdner Straße der Weg von Berlin über Mittenwalde nach Sachsen. Mit ihren hugenottischen Gärtnern bildete die Oranienstraße (bis 1849 Orangenstraße) damals den südöstlichen Rand der Stadt. Nach der Märzrevolution 1848 baute man mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zwischen Spree und Landwehrkanal den Luisenstädtischen Kanal. Achtzig Jahre später verfüllte man das stehende und stinkende Gewässer mit dem Erdaushub der U-Bahnbaustelle. Zwischen den Ufermauern entstand von 1926 bis 1928 nach Plänen von Erwin Barth der Kanalpark. Damals verschwand auch die Oranienbrücke mit ihren mächtigen Jugendstilkandelabern, eine von neun Kanalquerungen.
Aufgrund seiner starken Frequentierung im Herzen Kreuzbergs musste der Platz mit seiner linsenförmigen Mittelinsel bereits mehrfach umgestaltet und den Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden. Die letzte Umgestaltung wurde 2007 abgeschlossen.
Heute ist der Oranienplatz als Stadtplatz in der Denkmalliste des Landes Berlin eingetragen.
An der nördlichen Seite des Platzes befindet sich seit 1986 der Drachenbrunnen.
Beim Bau des nördlichen Abschnitts der damaligen U-Bahnlinie D (heutige U-Bahnlinie 8) ab 1927 wurde für die vorgesehene Streckenführung unter der Dresdener Straße der Bahnhof Oranienplatz (Dresdener Straße) errichtet, der zum Teil heute noch existiert. Die Pläne wurden dann auf Druck des Wertheim-Konzerns, der eine direkte Anbindung seiner Filiale am Moritzplatz wünschte und dafür angeblich fünf Millionen Reichsmark zahlte, geändert. Der dadurch überflüssige U-Bahnhof Oranienplatz wurde lange Zeit vom Energieversorger Bewag als Umspannwerk genutzt.
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