Orlamünde

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Orlamünde
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Orlamünde hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-Kreis
Verwaltungsge-
meinschaft
:
Südliches Saaletal
Koordinaten: 50° 47′ N, 11° 32′ O
Höhe: 168 m ü. NN
Fläche: 7,58 km²
Einwohner: 1261 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07768
Vorwahl: 036423
Kfz-Kennzeichen: SHK
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 065
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 23
07768 Kahla
Webpräsenz:
Bürgermeister: Uwe Nitsche
Ein altes Foto vom Orlamünder Rathaus
Ein altes Foto vom Orlamünder Rathaus

Die Stadt Orlamünde liegt im thüringischen Saale-Holzland-Kreis direkt an der Mündung der Orla in die Saale zwischen den Städten Jena und Rudolstadt. Mit einer Fläche von 758 ha und seinen rund 1.400 Einwohnern zählt sie zu den kleinsten, aber auch reizvollsten Städten Thüringens und gehört zusammen mit anderen Gemeinden zur Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal.

Schmal und langgezogen auf einem steilen Bergkamm erstreckt sich fast 100 m über der Saale die Oberstadt mit der altehrwürdigen Kemenate, einem mächtigen Steinhaus aus dem 11.Jh. und Wahrzeichen der Stadt, sowie der sehenswerten Stadtkirche St. Marien, dem spätgotischen Rathaus und dem ehemaligen Wilhelmiterkloster.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Kemenate der Burg Orlamünde ist der größte und älteste aller Thüringer Wohntürme. Ihre Bauzeit ist unbekannt, aber die romanischen Baustrukturen sprechen für das 11.Jh. 1115 erstmals urkundlich erwähnt und um 1250 erstmals abgebildet, war die Burg bis 1344 Residenz der Grafen von Orlamünde aus dem Geschlecht der Askanier. Diese zählten zu den bedeutendsten Fürstengeschlechtern in Thüringen und Oberfranken. 1344 gelangte Orlamünde und seine Burg in den Besitz der Wettiner. Sie ließen die Gebäude verfallen, bauten die Kemenate aber 1426 zu einem Magazin um. Seit dem 16.Jh. bis 1840 diente sie als Getreidelager, 1875 sollte sie zu einem Jagdschloss umgebaut werden, blieb aber in alter Form erhalten. Seit 1919 befand sie sich in städtischer Nutzung. 1922 wurde eine Freilichtbühne unmittelbar am jetzigen Eingang errichtet, die bis 1956 bespielt wurde. 1978 haben sich die Jugendlichen in der Kemenate einen Jugendclub eingerichtet. Der Jugendclub nutzte das Gebäude bis 1990. Seit 1997 hat der Orlamünder Burgverein die Kemenate gepachtet und sorgt seitdem für den Unterhalt des Gebäudes und des Geländes. Die Besucher erwartet ein kleines Heimatmuseum in den Räumen der Kemenate. Alljährlich finden am 30. April eine Walpurgisfeier und im August ein mittelalterliches Burgfest statt. In den Gemäuern finden Vorträge und andere Veranstaltungen statt.

Wappen

Wappenbeschreibung: „In Gold mit zehn roten Herzen bestreut ein schwarzer rechtsschreitender Löwe mit roter Zunge und Bewehrung.“

Verkehr

Die Unterstadt an der B 88 sowie an der Saalbahn heißt Naschhausen. Im dortigen Bahnhof zweigt auch die Nebenbahnlinie nach Pößneck, die früher bis nach Oppurg führte, ab.

Sonstiges

Seit Jahrzehnten wird am Faschingsdienstag auf fast einmalige Weise in Thüringen der Winter durch den "Strohbär – Umzug" ausgetrieben. Im deutschen Sagenschatz ist Orlamünde durch die Sage über die "Weiße Frau von Orlamünde" bekannt.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Quelle:
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