Orthoepie

Unter Orthoepie [ɔrto.eˈpiː] versteht man die zur Orthographie analoge Regelung der korrekten Aussprache einer Sprache.

Für die Orthoepie der deutschen Sprache galt lange das Lehrbuch der BühnenausspracheDeutsche Aussprache“ von Theodor Siebs als maßgebend. Es schrieb einen „hochdeutschen Lautstand mit niederdeutschen Lautwerten“ vor. Allerdings hatte „der Siebs“ nie einen vergleichbar großen Einfluss in der Orthoepie wie „der Duden“ im Bereich der deutschen Orthographie.

Die heutige Orthoepie des Deutschen orientiert sich nicht mehr an der Bühnenaussprache, sondern an der Aussprache von Nachrichtensprechern, wobei es in Deutschland (Teutonismus), Österreich (Austriazismus) und der Schweiz (Helvetismus) regionale Besonderheiten gibt.

Literatur

  • Theodor Siebs: Deutsche Bühnenaussprache. Ergebnisse der Beratungen zur ausgleichenden Regelung der deutschen Bühnenaussprache, die vom 14. bis 16. im April 1898 im Apollosaale des Königlichen Schauspielhauses zu Berlin stattgefunden haben. Berlin u. a. 1898. — Letzte Auflage: Theodor Siebs: Deutsche Aussprache. Reine und gemäßigte Hochlautung mit Aussprachewörterbuch/Siebs. Hrsg. von Helmut de Boor u. a., 19., umgearb. Auflage, Berlin: de Gruyter 1969 (Nachdruck Wiesbaden: VMA-Verlag 2000, ISBN 3-928127-66-7)
  • Duden. Das Aussprachewörterbuch. Hg. Max Mangold. Mannheim u. a. 62005. ISBN 3-411-04066-1.
Quelle:
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