Unter Orthoepie [ɔrto.eˈpiː] versteht man die zur Orthographie analoge Regelung der korrekten Aussprache einer Sprache.
Für die Orthoepie der deutschen Sprache galt lange das Lehrbuch der Bühnenaussprache „Deutsche Aussprache“ von Theodor Siebs als maßgebend. Es schrieb einen „hochdeutschen Lautstand mit niederdeutschen Lautwerten“ vor. Allerdings hatte „der Siebs“ nie einen vergleichbar großen Einfluss in der Orthoepie wie „der Duden“ im Bereich der deutschen Orthographie.
Die heutige Orthoepie des Deutschen orientiert sich nicht mehr an der Bühnenaussprache, sondern an der Aussprache von Nachrichtensprechern, wobei es in Deutschland (Teutonismus), Österreich (Austriazismus) und der Schweiz (Helvetismus) regionale Besonderheiten gibt.