Die Definition des Begriffes Osteuropa hängt davon ab, in welchem Sinne diese Bezeichnung verwendet wird:
Die osteuropäischen und die ostmitteleuropäischen Länder werden häufig gemeinsam betrachtet. Im EU-Jargon lautet die Abkürzung dafür MOEL.
Osteuropa war ein zentrales Forschungsgebiet der Ostforschung.
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Durch die zunehmende Öffnung der Grenzen nach 1990 und den allmählichen Beitritt vieler mittel- und osteuropäischer Staaten zur Europäischen Union in den Jahren 2004 und 2007 geraten die nationalen und oftmals ineffizient arbeitenden Volkswirtschaften, welche z.T. noch aus Staatsbetrieben bestehen, zunehmend unter Druck ausländischer und vor allem kapitalintensiver Produkte und Firmen, welche in den Markt drängen. Von Vorteil sind jedoch die vergleichsweise niedrigen Löhne, welche besonders im Bereich der gering qualifizierten Tätigkeiten, vorwiegend daher in der Leichtindustrie und Landwirtschaft, den osteuropäischen Ländern erhebliche Wettbewerbsvorteile sichern und gerade in jüngerer Vergangenheit zum Eckpfeiler des Wirtschaftswachstums geworden sind. Für die Zukunft sind weitere Intensivierungen der Handelsbeziehungen zwischen den neuen und alten EU-Mitgliegsländern zu erwarten, da sich jetzt die gesetzlichen Rahmenbedingungen immer weiter angleichen und verstärkt beiderseitiges Interesse wecken. Die aus Zeiten des Warschauer Paktes bestehenden Handelsbeziehungen zwischen den mittel- und osteuropäischen Ländern untereinander sind nicht mehr derart stark ausgeprägt wie früher.
Durch die oftmals vorherrschende Kapitalarmut und das rückständige technologische Niveau in den mittel- und osteuropäischen Ländern gestaltet sich die Erstellung materieller Güter schwierig. Daher werden z.B. Automobile, Haushaltsgeräte, Baustoffe, Maschinen, usw. vorwiegend aus den westeuropäischen Nachbarländern oder aus Nordamerika bezogen. Besonders die geographisch benachbarten Länder wie Deutschland und Österreich profitieren derzeit erheblich von dieser Nachfrage und können verstärkt Produkte aus heimischer Produktion dort absetzen.
Die niedrigen Löhne haben in den letzten Jahren die Exporte generell positiv beeinflusst, jedoch gilt dies nur für Vorprodukte, Textilien, landwirtschaftliche Erzeugnisse und einfache Dienstleistungen. Versuche vieler ausländischer Investoren, ganze Produktfertigungen nach Osteuropa zu verlegen schlugen oftmals fehl. Dies ist zum einen auf das mäßige fachliche Bildungsniveau der Facharbeiter und Angestellten im Vergleich zu Westeuropa zurückzuführen, zum anderen aber auch auf die Mentalität der Menschen, welche es oftmals bevorzugen, ihren Arbeitsplatz häufig wechseln. Dies erschwert eine Einarbeitung in komplexe Sachverhalte erheblich.
"OSTEUROPA" ist auch der Name einer der führenden Zeitschriften der internationalen Osteuropaforschung. Sie wurde 1925 von dem Politiker und Osteuropa-Experten Otto Hoetzsch in Berlin gegründet und wird auch heute noch dort herausgegeben.
| Wiktionary: Osteuropa – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
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