Die in Ostfriesland (und Groningen) bis auf den heutigen Tag gebräuchlichen Namensformen gehen vielfach auf altostfriesische Namensformen zurück. Für Nichtostfriesen ist dabei häufig die Geschlechtszuordnung schwierig. Dies betrifft insbesondere solche männlichen Namen, die auf -e enden, wie Tebbe, Mense, Ude.
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Einige typische männliche Vornamen sind:
Neben diesen Formen mit der auffälligen o-Endung finden sich solche wie zum Beispiel
Vielfach finden sich zudem Parallelformen indem ein Name entweder auf -o oder auf -e endet:
Außerdem finden sich friesische Varianten von Namen, die auch im Deutschen vorkommen, zum Beispiel:
sowie niederdeutsche Namensformen
Bei weiblichen Vornamen finden wir häufig Diminutivformen, die zu eigenständigen Namen geworden sind:
Einige typische weibliche Namen sind:
Eine Besonderheit ist die Bildung gegengeschlechtlicher Namen, das heißt, männliche Vornamen, die aus weiblichen hergeleitet sind, wozu häufig die wohl dem Lateinischen entlehnte Nachsilbe -us verwendet wird, oder – häufiger – weibliche, die aus männlichen gebildet wurden, z.B.:
Nicht selten sind auch weibliche Namensformen, bei denen ein vollständiger Name zusätzlich die verweiblichende Endung -dine/-dina erhält, z.B. Fennedine.
Alle Namen sind hier in ihrer amtlichen Schreibweise wiedergegeben. Diese entspricht auch der Aussprache in deutschsprachigem Kontext. Im ostfriesischen Platt weicht die reale Aussprache teilweise deutlich hiervon ab. Namen wie Onno oder Ubbo erscheinen dort als "Oen" oder "Ueb" (wobei -oe- und -ue- jeweils einen langen Vokal wiedergeben, der im Deutschen nur als kurzlautendes Allophon zu -o- und -u- existiert), Gretje wäre "Gräitje" usw.
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