Ottmar Hörl
Ottmar Hörl vor seinem „Blauen Haus“ in Ravensburg
Ottmar Hörl (* 1950 in Nauheim) ist ein deutscher Künstler. Er wurde vor allem durch seine vielfältigen Skulpturen zu Themen des alltäglichen Lebens bekannt.
Leben
Ottmar Hörl wurde 1950 in Nauheim geboren. Er studierte zunächst von 1975 bis 1979 an der Hochschule für Bildende Künste "Städelschule" in Frankfurt am Main, dann mittels eines Stipendiums der Studienstiftung des deutschen Volkes von 1979 bis 1981 an der Hochschule für Bildende Künste Düsseldorf bei Klaus Rinke.
1985 gründete er mit den Architekten Gabriela Seifert und Götz G. Stöckmann die Gruppe Formalhaut. Anfang der 1990er Jahre war Hörl Gastprofessor an der TU Graz. Seit 1999 hat er eine Professur für Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg inne, seit Oktober 2005 ist Ottmar Hörl Präsident der Akademie.
Ottmar Hörl lebt und arbeitet in Nürnberg und Wertheim.
Werk
Seine Werke finden sich in vielen Sammlungen und im öffentlichen Raum im In- und Ausland. Hörl beschäftigt sich in seinen Werken mit der Ästhetik der Alltagskultur. Er definiert den Begriff Skulptur als Organisationsprinzip und entdeckt dieses Prinzip in seiner Umgebung, in der viele Gegenstände des täglichen Gebrauchs standardisiert und normiert sind.
Werke
(Auswahl)
Ottmar Hörl: Das Blaue Haus (Ravensburg)
Ottmar Hörl:
Mr. Quick (
dpa, Frankfurt am Main)
- 1998: Das blaue Haus, Ravensburg (Geokoordinate)
- 1999: Speisung der Fünftausend
- 1999: Froschkönig oder Warten auf die Prinzessin
- 2000: Berlin - Baerlin
- 2003: Das große Hasenstück, Nürnberg
- 2004: Eulen nach Athen tragen
- 2004: Richard Wagner für das 21. Jahrhundert
- 2005: Landschaft mit Raben
Preise, Auszeichnungen
(Auswahl)
- 1994 Förderpreis für Baukunst, Akademie der Künste, Berlin (mit Formalhaut)
- 1997 art multiple Preis (jetzt: Cologne Fine Art-Preis), Internationaler Kunstmarkt in Düsseldorf.
- 1998 Wilhelm-Loth-Preis, Stadt Darmstadt
Veröffentlichungen
(Auswahl)
- Formalhaut. Architektur, Skulptur, Verlag der Georg-Büchner-Buchhandlung, Darmstadt 1988, ISBN 3925376089
- Stoffwechsel. Das Buch zum Anzug, Häusser, Darmstadt 1990, ISBN 3895520667
- Materialprüfung, Städtische Galerie Altes Theater, Ravensburg 1996, ISBN 3980464113
- Die Speisung der Fünftausend: Kunstprojekt "Fisch und Brot", Häusser, Darmstadt 1999, ISBN 3895520640
- Zeichnung. Klasse Ottmar Hörl, Text von Eva Schickler, Häusser, Darmstadt 2000, ISBN 3895520888
- Berlin-Bearlin. Skulptur: 10.000 Bären für Berlin, Häusser, Darmstadt 2000, ISBN 3895520748
- Traumhaus, Häusser, Darmstadt 2001, ISBN 3895520721
- Das grosse Hasenstück. The Great Piece of Hares, mit Beiträgen von Ruth Händler, Ralf Huwendiek, Thomas Knubben, Birgit Ruf, Eva Schickler u.a., Häusser, Darmstadt 2003, ISBN 3895520942
- Skulptur im Garten, Hrsg.Galerie & Edition Bode, Nürnberg 2006, ISBN 3980933318
Zitate
- Ein Bildhauer definiert sich nicht dadurch, dass er tonnenweise Material hinschüttet, Förmchen drapiert und sich auf der schmalen Werkspur der Identifizierbarkeit selbst verwirklicht, sondern dadurch, dass er Materie in Bewegung versetzt. Wie ein Zauberer. (Ottmar Hörl 2001)
Weblinks