Otto Bezold

Otto Bezold (* 27. Mai 1899 in Würzburg; † 14. November 1984 in München) war ein deutscher Jurist und Politiker (FDP).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Nach dem Abitur studierte Bezold 1919/20 zunächst Kunstgeschichte, Literatur und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wechselte dann aber die Fächer und studierte von 1920 bis 1925 Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft. Als Student reiste er in verschiedene europäische Länder. Nach dem juristischen Staatsexamen 1928 trat er in den bayerischen Justizdienst ein, wurde 1930 Staatsanwalt und 1932 Amtsgerichtsrat in München. Aufgrund seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus wurde er nach 1933 nicht mehr befördert. Stattdessen unternahm er Reisen ins afrikanische und asiatische Ausland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bezold 1945 zum Oberlandesgerichtsrat ernannt und war seit 1954 Senatspräsident beim Oberlandesgericht München.

Partei

Bezold war Mitglied der FDP, wo er zum linken Flügel zählte. Insbesondere war er ein Gegner der Bestrebungen in den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen, aus der FDP eine Partei der Nationalen Sammlung zu machen. Er war von 1971 bis 1979 Vorsitzender der parteinahen Thomas-Dehler-Stiftung.

Abgeordneter

Bezold gehörte dem bayerischen Landtag von 1946 bis 1966 sowie von 1970 bis 1974 an. Er war von 1949 bis 1954, von 1958 bis 1962 sowie von 1970 bis 1972 Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. Von 1962 bis 1966 hatte er das Amt des Zweiten Landtagsvizepräsidenten inne.

Öffentliche Ämter

Bezold wurde am 14. Dezember 1954 als Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr in die von Ministerpräsident Wilhelm Hoegner geführte Staatsregierung von Bayern berufen. Nach der Bildung einer Koalition aus CSU, FDP und GB/BHE amtierte er vom 16. Oktober 1957 bis zum 5. Dezember 1958 als Staatsminister des Innern in der von Ministerpräsident Hanns Seidel geleiteten Folgeregierung.

Siehe auch: Kabinett Hoegner I - Kabinett Seidel I

Weblinks

Quelle:
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