Otto von Kotzebue, russisch Оттон Евстафиевич Коцебу Otton Jewstafjewitsch Kozebu (* 30. Dezember 1788 in Tallinn (Reval); † 3. Februar 1846 in Tallinn) war ein deutschbaltischer Entdecker, dreifacher Weltumsegler und Offizier der Russischen Marine. Er war der zweite Sohn des aus Weimar stammenden Dichters August von Kotzebue.
Von Kotzebue trat im Jahr 1795 in die Marinekadettenanstalt Sankt Petersburg ein, die er im Jahre 1803 beendete. Bereits im gleichen Jahr nahm er an der bis 1806 dauernden ersten russischen Weltreise unter Adam Johann von Krusenstern auf der Fregatte „Nadeshda“ teil.
Von 1815 bis 1818 leitete er auf der vom Grafen Romanzow ausgerüsteten „Rurik“ eine Expedition zur Erforschung der Nordwestpassage, an der als naturwissenschaftliche Mitarbeiter auch Adelbert von Chamisso, Johann Friedrich von Eschscholtz und Ludwig Choris teilnahmen. Bei dieser Expedition wurden mehrere Inseln und der nach ihm benannte Kotzebuesund mit der heutigen Kleinstadt Kotzebue in Alaska entdeckt sowie über 400 Inseln kartographiert. Er besuchte dann Kalifornien und Hawaii und entdeckte im Februar 1817 die Romanzowinsel. Aufgrund seiner schlechten Gesundheit musste er die Expedition jedoch abbrechen, bevor das Expeditionsziel erreicht werden konnte.
Seine dritte Weltreise unternahm er auf der „Predprijatije“ von 1823 bis 1826, wiederum begleitet von Eschscholtz. Zum Kapitän zur See wurde Otto von Kotzebue im Jahr 1829 befördert.
Offizieller Expeditionsbericht: