| Otto-Friedrich-Universität Bamberg | |
|---|---|
| Gründung | 1647 (Erstgründung) 1972 (Wiedergründung) |
| Stadt | Bamberg |
| Bundesland | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Leitung | Prof. Dr. Dr. Godehard Ruppert |
| Studenten | 9.250 (WS 2006/07) |
| Professoren | ca. 120 |
| Website | www.uni-bamberg.de |
| Liste deutscher Hochschulen | |
Die Otto-Friedrich-Universität in Bamberg, Deutschland, ist eine der ältesten und zugleich die jüngste Universität in Bayern. Sie hat einen fachlichen Schwerpunkt in den Geistes- und Kulturwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie in der Angewandten Informatik.
Inhaltsverzeichnis |
Sie wurde 1647 unter dem Namen Academia Bambergensis von Fürstbischof Melchior Otto Voit von Salzburg gegründet und in den folgenden Jahrhunderten, insbesondere durch Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn, ausgebaut zur Volluniversität mit den Fakultäten Theologie, Philosophie, Jura und Medizin.
1803 wurde die Universität im Zuge der Säkularisation des Hochstifts aufgehoben. Katholische Theologie konnte jedoch weiterhin in einem Lyzeum studiert werden, so dass die Tradition als Universität nie wirklich unterbrochen war.
Im Jahr 1972 wurde die Philosophisch-Theologische Hochschule, welche 1923 gegründet wurde und die die Tradition der alten Universität fortführte, mit der Pädagogischen Hochschule (errichtet 1958) in der Gesamthochschule Bamberg zusammengefasst. 1979 erfolgte die Umbenennung der einzigen staatlichen Gesamthochschule Bayerns in eine Universität. Der Name Otto-Friedrich-Universität verweist auf den Stifter Melchior Otto Voit von Salzburg und den großen Förderer Friedrich Carl von Schönborn.
Rektoren und Präsidenten seit der Wiedergründung:
Die Universität hat heute sechs Fakultäten und einen Fachbereich (FH-Studiengang):
sowie
Nach der Entscheidung des zuständigen Ausschusses des Bayerischen Landtages vom 2. Juni 2005 ist ein Studienbeginn ab dem Wintersemester 2005/06 im Fachhochschulstudiengang Soziale Arbeit nicht mehr möglich. Der FH-Studiengang wurde an die FH Coburg verlegt.
Nach den jüngsten Vereinbarungen zwischen dem Freistaat Bayern und dem Vatikan soll die Fakultät Katholische Theologie zu einem Institut im Rahmen der Lehrerbildung umstrukturiert werden.
Die Studierendenzahlen sind, ausgehend von den Wahlberechtigen der letzten Hochschulwahlen im WS 06/07, wie folgt verteilt.
| Fakultät | Studenten |
|---|---|
| Katholische Theologie | 172 |
| Sprach- und Literaturwissenschaften | 2347 |
| Geschichts- und Geowissenschaften | 869 |
| Sozial- und Wirtschaftswissenschaft | 2944 |
| Pädagogik, Philosophie und Psychologie | 1975 |
| Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik | 557 |
| Fachbereich Soziale Arbeit | 348 |
| Gesamtzahl | 9212 |
Die Gebäude der Universität sind zum großen Teil historische Gebäude, die für die Universität umgenutzt wurden und überwiegend im Kern der Bamberger Altstadt liegen. Dazu zählen das ehemalige Jesuitenkolleg (Theologie), das ehemalige Hochzeitshaus (Geschichtswissenschaften), das ehemalige Schlachthaus (Geographie), aber auch der ehemalige Bauhof (Kommunikationswissenschaften) sowie die ehemalige Feuerwache (Orientalistik) der Stadt. Die Sprach- und Literaturwissenschaften sind zum Teil in Gebäuden untergebracht, die vorher zum Kaiser-Heinrich-Gymnasium gehörten.
Die beiden Fakultäten "Sozial- und Wirtschaftswissenschaften" und "Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik" sind in einem Neubau in der Feldkirchenstraße, welche nicht in der Innenstadt liegt, zu finden und stellen einen großen Teil der Studenten.
Bis zum Wintersemester 2008/09 soll ein dritter Standort im Norden der Stadt Bamberg auf der sog. Regnitz-Insel (ehemaliges ERBA-Gelände) hinzukommen. In einem bereits bestehenden Ziegelbau sollen ca. 300 Studentenappartements entstehen; daran anschließend soll ein 14.000 m² großer Neubau entstehen, der den zukünftig zu erwartenden Studentenströmen Platz bieten soll.
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