| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Unterallgäu | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Ottobeuren | |
| Koordinaten: | 47° 56′ N, 10° 18′ O | |
| Höhe: | 660 m ü. NN | |
| Fläche: | 55,85 km² | |
| Einwohner: | 8013 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 143 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 87724 | |
| Vorwahl: | 08332 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 78 186 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Marktplatz 6 87724 Ottobeuren |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernd Schäfer | |
Ottobeuren ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren. Der Ort im Allgäu ist berühmt für seine Benediktinerabtei.
Inhaltsverzeichnis |
Ottobeuren liegt ca. 10 KM südöstlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.
Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Ottobeuren, Betzisried, Guggenberg, Haitzen und Ollarzried sowie einem Teil der Gemarkung Lachen (der andere Teil der Gemarkung bildet die Gemeinde Lachen).
Zum Markt Ottobeuren gehören unter anderem die Orte Ottobeuren, Betzisried, Bibelsberg, Brüchlins, Daßberg, Dennenberg, Eggisried, Eheim, Eldern, Guggenberg, Halbersberg, Hofs, Kloster Wald, Langenberg, Leupolz, Oberhaslach, Ollarzried, Reuthen, Schellenberg, Stephansried, Unterhaslach, Vogelsang und Wolferts.
Der Sage nach wurde Ottobeuren um 550 als Rodungssiedlung von einem Uot gegründet und nach ihm Uotbeuren genannt. Im 8. Jahrhundert wurde das Dorf zu einem fränkischen Reichshof und Sitz des Grafen Silach. Das Benediktinerkloster Ottobeuren wurde 764 gegründet. 972 wurde das Kloster von Kaiser Otto I. zur Reichsabtei erhoben. Im 11. Jahrhundert wurden Kirche und Kloster neu erbaut, im 11. und 12. Jh. nach Bränden jeweils wiedererrichtet. 1365 verlor die Abtei die Selbständigkeit und wurde Teil des Bistums Augsburg. Die romanische Kirche wurde im Deutschen Bauernkrieg im 16. Jahrhundert beschädigt und im Stil der Renaissance bis 1558 neu erbaut. Auch im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster beschädigt und geplündert. Nachdem Abt Rupert Neß die Reichsunmittelbarkeit zurückgewinnen konnte, begann die Abtei ab 1711 mit dem völligen Neubau der Klosteranlage im barocken Stil. Zuletzt wurde von 1737 bis 1766 eine große neue Klosterkirche erbaut, die das barocke "Gesamtkunstwerk" Ottobeuren vollendete. Mit zwei Jahren Verspätung konnte dann 1766 das 1.000-jährige Klosterjubiläum in der neuen Kirche gefeiert werden.
1802 wurde das Kloster im Rahmen der Säkularisation an das Königreich Bayern übertragen. Der Konvent des Benediktinerklosters bestand jedoch weiter, da die Mönche in einem Trakt des Klosters wohnen bleiben durften, jedoch keine Neuaufnahmen mehr möglich waren. Andere Teile des Klosters wurden u. a. als Landgericht, Kaserne und für Wohnungen verwendet. Im Jahr 1834 wurde das Kloster unter König Ludwig I. als Priorat der Abtei St. Stephan in Augsburg neu gegründet, 1918 wurde es wieder selbständige Abtei. Als einziges der großen oberschwäbischen Barockklöster hat Ottobeuren somit eine auch durch die Säkularisation nicht unterbrochene klösterliche Tradition, die bis in die Gegenwart (2005) andauert. Heute leben hier etwa 20 Benediktinermönche. Die Klosteranlage wird gegenwärtig außerdem als Museum, Schule und Fortbildungsstätte genutzt. Zum 1.200-jährigen Jubiläum der Klostergründung wurden Kirche und Kloster 1964 umfassend renoviert.
Die Geschichte des Markorts Ottobeuren ist eng mit der des Klosters verbunden. Nach der Säkularisation wurde die Klosterkirche Pfarrkirche des Marktes, die Pfarrkirche St. Peter wurde geschlossen und später zu einer Schule umgebaut. Seit 1957 ist Ottobeuren anerkannter Kneippkurort und wahrt so das Erbe des im Ortsteil Stephansried geborenen und in Ottobeuren aufgewachsenen Pfarrers Sebastian Kneipp.
Beschreibung: Gespalten; vorne in Rot ein halber silberner Adler am Spalt, hinten gespalten von Schwarz und Gold.
Ottobeuren ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten an der Ostroute der Oberschwäbischen Barockstraße und Station an der Schwäbischen Bäderstraße. Der Mittelpunkt des Ortes ist das Kloster Ottobeuren mit seiner dominanten spätbarocken Basilika.
Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren e. V. Die 1 km südlich von Ottobeuren liegende Sternwarte ist im gesamten Allgäu die größte Volkssternwarte und verfügt über ein 60 cm Teleskop der neuesten Bauart. Es gibt regelmäßig öffentliche Führungen sowie Sonderführungen.
Ottobeuren ist durch Buslinien u. a. mit Memmingen, Bad Grönenbach und Sontheim verbunden, wo die nächsten Bahnhöfe liegen. Die Bahnlinie von Ottobeuren nach Ungerhausen wurde 1996 stillgelegt. Die Gemeinde liegt etwa 10 km von der Kreuzung der A 7 (Ulm – Kempten) mit der A 96 (Lindau - München) bei Memmingen entfernt.
Ottobeuren ist Ort auf
| Commons: Ottobeuren – Bilder, Videos und Audiodateien |
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