Als Péniche wird ein französisches Binnenschiff bezeichnet, das den Abmessungen der Freycinet-Klasse entspricht (auch Freycinet-Péniche genannt). Diese Klasse von Binnenschiffen wurde von 1879 vom französischen Minister für öffentliche Arbeiten Freycinet festgelegt und zur Norm für die Schleusenabmessungen der Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich erbauten Kanäle erhoben.
Die Schiffsabmessungen betragen 38 x 5 m bei einem Tiefgang von 1,80 m, entsprechend einer Ladekapazität von etwa 300 t. Die entsprechenden Schleusenabmessungen liegen bei 38,50 x 5,10 m. Die ursprünglichen Penichen hatten einen Holzrumpf und wurden getreidelt, später wurden die Holzrümpfe durch Stahlrümpfe ersetzt und die Schiffe mit einem Motorantrieb ausgestattet. Gemessen an der heutigen Schiffsgröße sind die Penichen zwar klein, aber sie haben den Vorteil, dass man damit fast jede Binnenwasserstrasse befahren kann. Im Schiffsregister der CCR (Zentralkommission der Rheinschifffahrt), sind noch 1780 Schiffe der Größe 37-40 x 4,80-5,20 Meter gelistet. Wieviel echte Penichen noch darunter sind, lässt sich nicht genau sagen. In den Niederlanden sind noch 135 Penichen regelmäßig in Fahrt. Viele dieser Schiffe wurden verschrottet oder zu Restaurantschiffen und Wohnschiffen umgebaut. In Deutschland fuhren die Penichen früher auf der Lahn.
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Da in Frankreich nicht genügend Penichen zur Verfügung stehen, wird ein neuer Penichen-Typ, Freycinet 2000, entwickelt. Diese Schiffe haben nur die Abmessungen der herkömmlichen Peniche, ihr Aussehen gleicht eher einem Leichter mit Antrieb. Der Steuerstand ist vorn und die Schiffe lassen sich leicht zu einem Koppelverband zusammenkoppeln. Es werden zwei verschiedene Ausführungen entwickelt: ein Schiff mit Laderaum und ein Schiff mit Flachdeck zum Transport von Containern, Baumstämmen, Schwergut, Autos und sperrigen Gütern. Die Schiffe erhalten die Zulassung für alle europäischen Wasserstrassen.
Siehe auch: Pénichette, Finowmaß
Informatie Binnenvaart
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