Palos de la Frontera ist eine Stadt der Provinz Huelva der autonomen Region Andalusien in Spanien. Ihre Fläche beträgt 50 km², ihre Einwohnerdichte 163,6 hab/km². Die geografischen Koordinaten sind 37° 14' N, 6° 54' W. Die Stadt liegt 23 Meter über dem Meeresspiegel; ihre Entfernung zur Provinzhauptstand Huelva beträgt 14 Kilometer. Im Jahre 2005 zählte die Stadt 8.181 Einwohner. Sie liegt am linken Ufer des Río Tinto, nahe der Mündung des Río Odiel, wo dieser sich mit dem Río Tinto vereint, und unterliegt der Gerichtsbarkeit von Moguer.
Palos de la Frontera bezeichnet sich selbst als "Wiege der Entdeckung Amerikas". Von hier aus stach Kolumbus mit den drei Karavellen Niña, Pinta und Santa Maria am 3. August 1492 in See, als er den Seeweg nach Indien entdecken wollte. Herausragende Persönlichkeiten der Stadt - wie z.B. die Brüder Pinzón - spielten eine zentrale Rolle bei der Entdeckung Amerikas durch die Europäer.
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Der Name der Stadt geht auf das lateinische Wort Palus zurück, was in diesem Zusammenhang so viel bedeutet wie "Sumpf", "Morast" oder "See". Bis 1642 hieß die Stadt lediglich Palos. Mitte des 16. Jahrhunderts glaubten die ersten Chronisten der Entdeckung Amerikas, Gonzalo Fernández de Oviedo und Francisco López de Gómar, irrtümlicherweise, bei Palos und Moguer handele es sich um ein- und denselben Ort. Sie schufen daher die Bezeichnung Palos de Moguer, die sehr schnell Eingang in die Enzyklopädien und Lehrbücher der Zeit fand.
Im Mai 1642 beschloss der Stadtrat von Palos, die Stadt in Palos de la Frontera umzubenennen. Dabei machte er sich den Umstand zunutze, dass der aufständische Marqués de Ayamonte portugiesische Truppen über den Grenzfluss Guadiana nach Osten bis zum Río Tinto geführt hatte. Durch den neuen Namenszusatz konnte der falsche verdrängt werden, der Palos als Dorf der Nachbarstadt Moguer hatte erscheinen lassen.
In den letzten Jahren hat sich die wirtschaftliche Aktivität weg von der traditionellen Fischerei und hin zu einer modernen Industrieproduktion verlagert. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Hier zu erwähnen ist vor allem der für die Provinz Huelva typische großflächige Anbau von Erdbeeren.
Am 14. Juni 1993 besuchte Papst Johannes Paul II. Palos de la Frontera. U.a. würdigte er die herausragende historische Bedeutung der Stadt, sowohl für das Gepräge der modernen Welt als auch im Hinblick auf die Verbreitung des Christentums.
Brockhaus-1837: Xeres de la Frontera
Brockhaus-1911: Palos de la Frontera · Vejér de la Frontera · Xeres de la Frontera · Jimena de la Frontera · Arcos de la Frontera · Chiclana de la Frontera · Jerez de la Frontera
Herder-1854: Xeres de la Frontera
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