Die Panzerfaust 3 ist die Panzerabwehrhandwaffe der Bundeswehr. Produzent ist die Dynamit Nobel AG (seit 2004 Dynamit Nobel Defence GmbH). Sie wird von allen infanteristisch kämpfenden Truppengattungen eingesetzt (Panzerabwehr aller Truppen).
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Die Panzerfaust 3 besteht aus zwei Baugruppen: Patrone und Abfeuerungseinrichtung (Griffstück), wobei das Abschussrohr nach dem Abfeuern vor Ort zurückbleibt. Das Griffstück ist mit Visier und Abschusseinrichtung ausgestattet.
Anfang der 70er Jahre kamen aufgrund der ständig fortschreitenden Entwicklung in der Panzertechnik Forderungen nach einer neuen Panzerabwehrhandwaffe für die Infanterie auf, um die bis dahin in der Bundeswehr eingeführten und genutzten Waffen, die Leichte Panzerfaust 44mm „Lance“ und die Schwere Panzerfaust 84mm „Carl Gustaf“ zu ersetzen. Im Rahmen der konzeptionellen Überlegungen wurde in der Taktischen Forderung an das Wehrmaterial vom 23. Januar 1973 folgendes Anforderungsprofil festgelegt:
1978 erhielt die damalige Dynamit-Nobel AG den Entwicklungsauftrag, 1986 begannen die ersten Truppenversuche, 1992 wurde schließlich die Panzerfaust 3 offiziell eingeführt.
Die Panzerfaust 3 besteht aus dem wiederverwendbaren Griffstück und der Patrone. Die Patrone wiederum unterteilt sich in Abschussrohr und Geschoss. Der Geschosskopf liegt außerhalb des Rohres, wodurch die Abmaße des Kopfes unabhängig vom Kaliber des Abschussrohres gewählt werden können. Er besteht aus 2 Teilen, dem Abstandsrohr und der Wirkladung. Gegen gepanzerte Ziele wie Panzer wird das Abstandsrohr ausgezogen, gegen weiche Ziele wie LKW und Gebäude bleibt es eingeschoben.
Aufgrund einer neuartigen Verdämmung kann die Panzerfaust 3 auch in geschlossenen Räumen eingesetzt werden. Der Sicherheitsbereich beträgt 10 m, wird allerdings im Ausbildungsbetrieb der Bundeswehr größer dimensioniert. Die Verdämmung besteht aus Plastikkugeln und wird beim Abschuss nach hinten ausgestoßen. Durch den Ausstoß wird ebenfalls der Rückstoß reduziert, die Wirkung gleicht einem rückstoßfreien Geschütz. Entgegen der ursprünglichen Festlegung als Einwegwaffe, wurde das Konzept in den ersten Nutzungsjahren bei der Bundeswehr aufgegeben. Somit wird nach dem Schuss die Abfeuerungseinrichtung vom Abschussrohr abgenommen und kann zusammen mit einer neuen Patrone weiter verwendet werden.
Die Panzerfaust 3 ist in Standardausführung nicht nachtkampffähig und ist damit auf Gefechtsfeldbeleuchtung angewiesen. Durch eine Montageplatte kann jedoch der Nachtsichtaufsatz 80 (NSA 80), ein Restlichtverstärker, angebracht werden.
Es wurden mehrere Patronenarten mit unterschiedlicher Wirkungsweise eingeführt. Jedoch besitzen alle Varianten die Möglichkeit des Abfeuerns aus geschlossenen Räumen, die Nutzung als „Bunkerbrecher“ und der Einsatz als panzerbrechende Waffe.
Für Übungen in der Umgangsweise mit der Panzerfaust gibt es vier Systeme:
Neben Deutschland nutzen auch die Niederlande, Schweiz, Japan, Italien und Südkorea die Panzerfaust 3.
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