Der Parti Socialiste (PS) ist eine französischsprachige belgische politische Partei. Zusammen mit ihrem flämischen Pendant SP.a sowie den französischsprachigen (Mouvement Réformateur) und flämischen Liberalen (Vlaamse Liberalen en Democraten) ist sie in Belgien an der Koalitionsregierung unter Führung des liberalen Ministerpräsidenten Guy Verhofstadt beteiligt. Der PS ist bei den meisten Wahlen in der Wallonischen Region die stärkste Partei. Seit den Regionalwahlen von 2004 stellt der PS auch im Parlament der Region Brüssel-Hauptstadt die stärkste Fraktion, wo er vorher nur an dritter Stelle rangierte. 14 von 26 sozialistischen Abgeordneten im Brüsseler Regionalparlament sind muslimische Immigranten (10 Marokkaner, 2 Türken, ein Tunesier und ein Guineer).
Im April 1885 wird die Belgische Arbeiterpartei, auf französisch Parti ouvrier belge (POB) und auf niederländisch Belgische Werkliedenpartij (BWP)als Folge eines allmählichen Zusammenschlusses von mehr als 100 Arbeitervereiningungen in Brüssel im Café "LeCygne" gegründet.
Da POB/BWP-Präsident Henri de Man 1940 zur Kollaboration mit Nazideutschland aufgerufen hatte, nennt sich die Partei nach dem Krieg Belgische sozialistische Partei (fr: Parti socialiste belge/ nl: Belgische Socialistische Partei).
Sowohl die Agusta-Affäre, wie auch das schlechte Management der Dutroux-Affäre und der Dioxin-Skandal führen zu schlechteren Wahlergebnissen. Bei den Föderal und Regionalwahlen von 1999 sieht die Partei einen Teil der Linkswählerschaft zu den Grünen abwandern und seine Position als stärkste frankophone Partei durch den PRL-FDF-MCC (heute Mouvement Réformateur) gefährdet.
Im März 2005 wird die Partei durch die Lizin-Affäre erschüttert: Anne-Marie Lizin, Präsidentin des Senats, hatte einen Brief an die Präsidentin des Appelationshofes in Lüttich geschrieben, in dem sie darauf drängte gegenüber einer Gerichtspartei besonders wohlwollend zu sein, und zwar in einem streng privaten Fall[1]. Anne-Marie Lizin erklärt und entschuldigt sich vor dem Senat, bleibt aber im Amt.[2] Ende 2005 ist es die Carolorégienne-Affäre, die die Partei schwächt. Hierbei handelt es sich um Veruntreuungen in der Verwaltung einer Gesellschaft des Sozialen Wohnungsbaus.[3] Drei PS-Schöffen aus Charleroi wird ihr Mandat entzogen und einer von ihnen, Claude Despiegeleer kommt in Untersuchungshaft und wird angeklagt.[4] Destabilisiert tritt eine andere sozialistische Persönlichtkeit, Jean-Claude Van Cauwenberghe, Ministerpräsident der Wallonischen Region zurück.[5] Er wird durch Elio Di Rupo ersetzt.
Die Stadt Charleroi macht im Mai 2006 wieder von sich reden. Es hadelt sich wieder um Fälle von Untreue in öffentlichen Betrieben: Die ICDI, eine interkommunale Gesellschaft zur Abfallbehandlung und Foyer marcinellois, eine soziale Wohnungsbaugesellschaft.[6] Ein Schöffe von Charleroi, Lucien Cariat wird seiner Kompetenzen entbunden, angeklagt und kommt in Untersuchungshaft. Gleichzeitigtauchen andere Dossiers auf, die andere Personen aus der PS von Charleroi belasten: ein Dossier behandelt die Vergangenheit eines Konkursverwalters eines sozialistischen Permanentdeputierten , ein anderes die eines der PS nahestehenden Geschäftsmannes.[7]
|
|
Parti socialiste (Belgien) | Socialistische Partij Anders (Belgien) | Bălgarska Socialističeska Partija (Bulgarien) | Socialdemokraterne (Dänemark) | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | Sotsiaaldemokraatlik Erakond (Estland) | Parti socialiste (Frankreich) | Panellínio Sosialistikó Kínima (Griechenland) | Labour (Irland) | Democratici di Sinistra (Italien) | Socialisti Democratici Italiani (Italien) | Latvijas Sociāldemokrātiskā Strādnieku Partija (Lettland) | Lietuvos Socialdemokratų Partija (Litauen) | Lëtzebuerger Sozialistesch Arbechterpartei (Luxemburg) | Partit Laburista (Malta) | Partij van de Arbeid (Niederlande) | Sozialdemokratische Partei Österreichs | Sojusz Lewicy Demokratycznej (Polen) | Unia Pracy (Polen) | Partido Socialista (Portugal) | Partidul Social Democrat (Rumänien) | Socialdemokraterna (Schweden) | Socialni demokrati (Slowenien) | Partido Socialista Obrero Español (Spanien) | Česká strana sociálně demokratická (Tschechien) | Magyar Szocialista Párt (Ungarn) | Magyarországi Szociáldemokrata Párt (Ungarn) | Social Democratic and Labour Party (Vereinigtes Königreich) | Labour (Vereinigtes Königreich) | Kínima Sosialdimokratón (Zypern)
Brockhaus-1911: Tiers-parti · Belgien
DamenConvLex-1834: Luise Marie Cherese Charlotte Isabelle, Königin von Belgien · Belgien
Herder-1854: Communicetur parti adversae in copia · Belgien
Meyers-1905: Mi-parti · Tiers-parti · Junges Belgien · Belgĭen · Französische Literatur in Belgien
Pierer-1857: Tiers-parti · Neu-Belgien · Belgien [3] · Belgien [1] · Belgien [2]