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Das Partizip Perfekt Passiv, kurz PPP, ist eine spezielle Verbform, deren Zeitverhältnis in der Vergangenheit liegt. Ihr Modus ist das Passiv. Die einzige Ausnahme für den Modus bilden im Lateinischen die Deponentien, die immer Passivformen besitzen, aber aktive Bedeutungen haben.
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Im Lateinischen spielt das PPP eine wichtige Rolle. Das PPP steht in KNG-Kongurenz zu einem Substantiv des Satzes; meistens bezieht es sich auf das Subjekt oder ein Objekt. Da es an dieses Substantiv gebunden ist nennt man es Participium Coniunctum (verbundenes Partizip).
Das PPP bildet man bei regelmäßiger Bildung mit folgender Regel:
Präsensstamm + Erkennungszeichen "t" + Personalendungen der Adjektiven der a- und o-Deklination.
Bei unregelmäßiger Bildung findet sich das PPP unter den Stammformen als vierte und letzte Form.
Die PPP-Form bezeichnet ein vorzeitiges Zeitverhältnis im dazugehörigen Satzes und wird im allgemeinen mit einem Adverbialsatz ausgedrückt, in dem meistens die Konjunktion "nachdem" verwendet wird; es können allerdings auch alle Konjunktionen benutzt werden, die Vorzeitigkeit ausdrücken. Ein PPP kann aber auch mit einem Relativsatz oder wörtlich, was allerdings nicht so gut klingt, wiedergegeben werden.
Beispiel: "Gloria Europae a Jove raptae magna erat."
Die Grundlage für die Übersetzung der meisten lat. Verben in eine andere Sprache ist die PPP-Form (=(Wort-)Stammform) der Verben, beispielsweise confectum (vollendet) = dt. Konfekt. Das PPP drückt aus, dass etwas getan wurde, d.h. es weist typische Partizipelemente auf, wie beispielsweise be-(kannt) oder ge-(sungen).
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