| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Oberösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Linz-Land (LL) | |
| Fläche: | 12,48 km² | |
| Koordinaten: | 48° 16' N, 14° 12' O | |
| Höhe: | 295 m ü. A. | |
| Einwohner: | 6440 (1. Jan. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 516 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 4061 | |
| Vorwahlen: | 07221, 07229 | |
| Gemeindekennziffer: | 41017 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Leondinger Straße 10 4061 Pasching |
|
| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Peter Mair (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2003) (31 Mitglieder) |
||
![]() Pasching, gotische Pfarrkirche |
||
Pasching ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Linz-Land im Zentralraum mit 6440 Einwohnern. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Linz-Land. Die Gemeinde Pasching ist ein wirtschaftliches Zentrum des Bezirkes Linz-Land geworden.
Inhaltsverzeichnis |
Pasching liegt auf 295 m Höhe im oberösterreichischen Zentralraum, am Südwestrand von Linz. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,8 km, von West nach Ost 4,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 12,5 km². 5,6 % der Fläche sind bewaldet, 74,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.
Ortsteile der Gemeinde sind: Aistental, Langholzfeld, Pasching, Thurnharting, Wagram.
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Grün ein goldener Schrägslinksbalken, darin ein schwarzes Eisenbahngleis, begleitet oben von einem silbernen Ochsenhorn mit Grind und Ohren, unten von einer rot-silber gespaltenen Scheibe. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb.
Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Die Gemeindeteile Langholzfeld und Wagram wurden zwischen 1950 und 1965 zumeist von Heimatvertriebenen (Batschka, Banat, Siebenbürgen, Böhmen und Mähren) besiedelt. 1967 wurde die "Heilig-Kreuz-Kirche" in Langholzfeld geweiht. Im Oktober 1979 erfolgte der Neubau der Paschinger Kirche.
Der Gemeinderat besteht aus 31 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2003 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
Bürgermeister ist Peter Mair (SPÖ). Er wurde in der Stichwahl am 8. Juli 2007 mit 58 % der Stimmen gewählt[1]. In der Wahl vom 1. Juli 2007 hatte er zwar die relative, nicht aber die absolute Mehrheit erringen können.
Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem der frühere Bürgermeister Fritz Böhm (SPÖ) am 5. April 2007 nach 17 Jahren aufgrund einer Affäre um sein Gehalt vom Amt zurück getreten war[2]. Interimistischer Bürgermeister von April bis Juli war Werner Ebenbichler (SPÖ).
| Bevölkerungs- entwicklung |
|
|---|---|
| Datum | Einwohner |
| 1869 | 942 |
| 1880 | 1023 |
| 1890 | 1118 |
| 1900 | 1082 |
| 1910 | 1110 |
| 1923 | 1203 |
| 1934 | 1408 |
| 1939 | 1372 |
| 1951 | 1700 |
| 1961 | 4748 |
| 1971 | 6081 |
| 1981 | 6325 |
| 1991 | 6062 |
| 2001 | 6123 |
Der sprunghafte Anstieg der Bevölkerung zwischen 1951 und 1971 ist insbesondere der Ansiedelung von Heimatvertriebenen (Batschka, Banat, Siebenbürgen, Böhmen und Mähren) in den Gemeindeteilen Langholzfeld und Wagram im Süden der Gemeinde zu erklären. Seit damals hält sich die Einwohnerzahl relativ konstant bei knapp über 6000.
Pasching liegt verkehrsgünstig an den westlichen Ausfahrtsstraßen der Landeshauptstadt Linz. Durch das Gemeindegebiet führen etwa die Wiener Straße B 1 und die Kremstal Straße B 139, in der näheren Umgebung befinden sich die Autobahnen A 1 und A 25 mit guter Anbindung an das Paschinger Straßennetz. Auch der Flughafen Linz befindet sich nur wenige Kilometer vom Paschinger Ortszentrum entfernt. Durch die Westbahn und die Linzer Lokalbahn kann Pasching mit Zügen erreicht werden. Auch Linienbusse der Unternehmen Linz AG (Linien 43, 15, 17), Wilhelm Welser Verkehrsbetriebe Traun, Wilia und Postbus erschließen das Gemeindegebiet.
Der enorme Anstieg an Verkaufsflächen der Gewerbebetriebe brachte auch einen ebenso großen Anstieg des Verkehrsaufkommens, weshalb die meist nur einspurig ausgebauten Straßen zu den Einkaufszonen tagsüber oft überlastet sind und mittlerweile zu einem massiven Problem für Pasching geworden sind. Insbesondere die einspurige Kremstal Straße B 139, die als „Einkaufsmeile“ eine Vielzahl an Geschäften und Einkaufszentren beherbergt, leidet unter einem untragbar hohen Verkehrsaufkommen. Für diese Straße wurde daher eine Umfahrung zwischen dem Weingartshof in Leonding und dem Ritzlhof in Ansfelden geplant. Diese ist teilweise bereits umgesetzt. Die erste Teiletappe auf Paschinger Gebiet der sogenannten B 139 neu ist bereits in Betrieb. Diese führt derzeit auf Paschinger Gemeindegebiet aber nur von der Wiener Straße bis zum sogenannten Flughafenkreisverkehr, mit Anschluss an das dortige Gewerbegebiet. Eine Weiterführung bis zum Weingartshof in Leonding (Baulos Doppl II) ist geplant, wurde vom Paschinger Gemeinderat und den zuständigen Behörden auf Landesebene aber noch nicht endgültig genehmigt.
Auch eine Verlegung der Westbahnstrecke ist in Planung. Dabei soll die Bahnlinie zukünftig südlich des Paschinger Ortszentrums vorbeigeführt werden. Dies könnte auch einen direkten Anschluss des Linzer Flughafens an die Westbahn bringen. Die Umsetzung dieser Verlegung ist derzeit aber noch gegenstand politischer Diskussionen. Ebenfalls soll die Linzer Straßenbahn vom Linzer Hauptbahnhof über Leonding und Pasching weiter nach Traun verlängert werden. Mit der Errichtung des ersten Abschnittes bis an die Paschinger Gemeindegrenze könnte bereits 2008 oder 2009 begonnen werden.
Aufgrund der Nähe zur Landeshauptstadt Linz und der verkehrsgünstigen Lage im Zentralraum haben sich vieler Betriebe des Handels, Gewerbes und der Kleinindustrie in Pasching angesiedelt. Insbesondere entlang der Wiener Straße (B 1) und Kremstal Straße (B 139) entstanden so neue Gewerbegebiete.
In den 1990er wurde die Kremstal Straße zur „Einkaufsmeile“. Innerhalb weniger Kilometer wurden hier drei Einkaufszentren und eine Vielzahl weiterer Geschäfte errichtet. Das größte Einkaufszentrum, die PlusCity, liegt auf Paschinger Gemeindegebiet. Sie entstand aus dem „Plus Kaufland“ und gehört zu den größten Einkaufszentren in Österreich.
Insgesamt bestehen in Pasching 800 Unternehmen mit zusammen 3700 Mitarbeitern (2006). Ein Unternehmen in Pasching zählt mit mehr als 200 Mitarbeitern als Großunternehmen, 7 Betriebe verfügen über mehr als 100 Mitarbeiter.
Die Oberösterreichischen Nachrichten betreiben ein Druckzentrum in Pasching.
In Pasching befinden sich zwei römisch-katholische Kirchen, die Pfarrkirche Pasching und die Pfarrkirche Langholzfeld.
Von den 6123 Einwohnern bekennen sich 4275 zum katholischen, 564 zum evangelischen Glauben. 232 Bürger bekennen sich zum Islam, 114 sind christlich-orthodox, 111 von anderen Glaubensrichtungen, 76 unbekannt. Die 751 Bürger ohne Glaubensbekenntnis stellen die zweitgrößte Gruppe dar.
Die Fußballmannschaft des 1946 gegründeten ASKÖ Pasching stieg 2002 in die Fußball-Bundesliga auf. Der Club feierte auch international Erfolge: 2003 erreichte die Mannschaft im UI-Cup nach einem beeindruckenden 4:0-Heimsieg über Werder Bremen im Semifinale sogar das Finale, wo sie dann nur knapp an Schalke 04 scheiterte. Mit dem 3. Platz am Ende der Bundesligasaison 2003/04 erreichte die Mannschaft einen UEFA-Cup-Platz. In der 2. Qualifikationsrunde schieden die Paschinger nur aufgrund der Auswärtstorregel gegen Zenit St. Petersburg aus. Mit Ende der Saison 2006/07 wandert der Bundesligaverein allerdings nach Klagenfurt ab, wo er nun als SK Austria Kärnten spielt.
| Commons: Pasching – Bilder, Videos und Audiodateien |
Allhaming | Ansfelden | Asten | Eggendorf im Traunkreis | Enns | Hargelsberg | Hofkirchen im Traunkreis | Hörsching | Kematen an der Krems | Kirchberg-Thening | Kronstorf | Leonding | Neuhofen an der Krems | Niederneukirchen | Oftering | Pasching | Piberbach | Pucking | Sankt Florian | Sankt Marien | Traun | Wilhering