Der Petriplatz mit der Petrikirche war der zentrale Platz in der mittelalterlichen Stadt Cölln bei Berlin. In den Platz mündete die Brüderstraße, die ursprünglich vom Schloßplatz ihren Ausgang nahm.
Der Petriplatz lag in der Nähe der Gertraudenbrücke und wurde nach Kriegszerstörung im Zweiten Weltkrieg in den 1960er Jahren durch die Neubebauung der Gegend um die Brüderstraße mit dem Staatsratsgebäude und der anliegenden Wohnbebauung sowie der Verkehrsachse Grunerstraße - Leipziger Straße fast vollständig beseitigt. Heute wird er im wesentlichen von einen Anwohnerparkplatz eingenommen.
Am 28. Oktober 1237 wurde Symeon, Pfarrer der Petrikirche zu Cölln, als Zeuge in einer Urkunde benannt. Was allgemein als Ersterwähnungsdatum und damit als Geburtsdatum Berlins angesehen wird.
Aktuell wurde im Berliner Senat eine Wiedererrichtung des Petriplatzes nach den historischen Maßen als zentraler Stadtplatz beschlossen. Sie soll mit der notwendigen Randbebauung im Rahmen des Bebauungs- und Umgestaltungskonzeptes der Breite Straße sowie des Straßenzuges Leipziger Straße - Spittelmarkt - Mühlendamm erfolgen und der zentrale Raum zu einem grünen Erlebnisbereich umgestaltet werden.
Gegenwärtig (2007) sind die Vorarbeiten im Gange, die vor allem in der archäologischen Erforschung des Platzes als historischer Stadtkern Alt-Cöllns mit den Grundmauern der Petrikirche in verschiedenen Bauphasen, des alten Rathauses, der mittelalterlichen Bürgerhausbebauung und der Gräber der ältesten Cöllner Bürger besteht. Der erste Spatenstich wurde am 5. März 2007 durch die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher vorgenommen.
Mit dem Umbau des Stadtareals ist auch eine Neugestaltung der Straßenzüge verbunden: Rückbau der Breite Straße, sowie Erneuerung der Scharrenstraße, der kleinen Gertraudenstraße und der Friedrichsgracht.
Rund um die Ausgrabungsstätte wurde ein Bauzaun mit einer aktuellen Ausstellung zu dem Planungsvorhaben gestaltet.