Petrus de Ebulo (* in Eboli; † vor 1220) war ein Autor, Kleriker und Arzt.
Petrus de Ebulo war der Verfasser des Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis (Buch zu Ehren des Kaisers oder über die Begebenheiten Siziliens), einer Kaiser Heinrich VI. gewidmeten Chronik. Dieses Werk ist neben dem Teppich von Bayeux die einzige erhaltene mittelalterliche Bildfolge, die ein zeitgenössisches Ereignis abbildet. Dieses Buch war nach Aussagen des Autors sein Erstlingswerk.
Als Lohn für das Liber ad honorem Augusti erhielt Petrus eine Mühle in Eboli als Lehen, was in einer Urkunde Kaiser Friedrichs II. bestätigt ist.
Sein zweites Werk Mira Federici gesta (Über die Bewundernswerten Taten Friedrichs [Barbarossa]) ist nicht erhalten geblieben.
Insbesondere das zweite erhaltene Werk, De balneis Puteolanis, zeigt, dass Petrus de Ebulo profunde Kenntnisse der hochmittelalterlichen Medizin besaß. Dieses Werk beschreibt die Bäder von Pozzuoli und deren Heilwirkungen.
Die Identifikation Petrus de Ebulo als Kleriker ergibt sich aus der Selbstdarstellung im Liber ad honorem Augusti.
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