Pfosten

Ein Pfosten ist ein längliches, vertikal in Gebäuden verbautes oder als Teil einer frei stehenden Außenanlage im Boden verankertes Stück aus unterschiedlichem, vorwiegend stabilem Material. Der Pfosten ist Bestandteil des statischen Modelles „Rahmen.“

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Pfosten im Bauwesen

Häufig sind Pfosten als tragende Konstruktionselemente in Zäunen oder Toren zu finden. Es werden meist stabile Materialien wie Beton, Aluminium, Stahl, Stein oder Holz verwendet, die Faserrichtung bei Holzpfosten sollte zur Stabilität parallel zur Längsachse des Balkens verlaufen.

Der Querschnitt kann rund oder (vier-)eckig sein, seltener auch in anderen Formen. Die Kulturgeschichte des Pfostens reicht weit in die Anfangsgeschichte des Menschen zurück und verliert sich dort. Wie archäologische Funde belegen, verwendeten frühe Menschen schon Vorformen von Pfosten (meist unbearbeitete dicke Äste oder dünne Baumstämme), als sie begannen, erste primitive Unterkünfte zu bauen.

Im Gegensatz zur obigen Definition (diese vertikalen Bauteile bezeichnet man in Österreich als Säule oder Steher) werden in Österreich Holzstücke mit rechteckigem Querschnitt, dicker als ein Brett, das in Österreich maximal 35 mm dick ist, als Pfosten (seltener auch als Bohlen) bezeichnet. Definitionsgemäß weist ein Pfosten eine Dicke von mindestens 40mm und maximal 100mm sägerauh bei einer Breite von ≥18cm auf. Gehobelte Pfosten können auch nur 35mm Dicke aufweisen. Pfosten werden wegen ihrer höheren Steifigkeit gegehüber Brettern am Bau als Gehbelag auf Gerüsten, als provisorische Kleinbrücken (z.B. zum Beladen eines LKWs mittels Schubkarre) oder als Fußboden in untergeordneten Bauwerken (z.B. Gerätehütten) verwendet. Vorwiegend werden die Nadelhölzer Fichte, Tanne und Lärche zu Pfosten verarbeitet. Übliche Verkaufslängen sind 300 bis 500 cm

Pfosten als Verkehrseinrichtung

Mehrere Kugelpfosten
Mehrere Kugelpfosten

Um wirksam zu verhindern, dass Kraftfahrzeuge gesperrte Flächen befahren oder regelwidrig auf Gehwegen parken, werden häufig Pfosten aufgestellt. Diese sind zumeist aus Stahl und tragen einen kugelförmigen Kopf, der die Verletzungsgefahr verringern soll („Kugelpfosten“).

Zur deutlichen Kennzeichnung von Fahrbahnbegrenzungen werden ebenfalls Pfosten verwendet. Siehe hierzu den Hauptartikel Leitpfosten.

Pfosten beim Fußball

Im Fußball wurden bis in die 1960er Jahre viereckige Holzpfosten verwendet. Da jedoch die Verletzungsgefahr relativ hoch war, besann man sich darauf, runde Pfosten aus Aluminium zu nutzen. Heute werden auch oft Kunststoffpfosten verwendet. Das Fußballtor besteht aus zwei weiß oder silbern gefärbten senkrechten Pfosten, die laut den internationalen Regeln des Weltfußballverbandes (FIFA) 2,44 m hoch sein sollen, und der horizontalen Querlatte.

Weitere Bedeutungen

  • Der Begriff Pfosten bzw. Vollpfosten wird im Österreichischen häufig auch als Schimpfwort verwendet. In dieser Bedeutung ist das Wort ein umgangssprachlicher Ausdruck für Wappla, Groda also ein Trottel. Diese Form wird hauptsächlich in Niederösterreich bzw. Wien verwendet. Der früheste bekannte Gebrauch dieses Wortes in dieser Form erfolgte in der Fernsehsendung Ein echter Wiener geht nicht unter. Die Figur Edmund Sackbauer definierte diesen Ausdruck wie folgt: „Pfosten san quasi Trottln, net direkt, oba immahin Leit mit an gewissn Klescha“.
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Artikel Pfosten aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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