Philipp Graf von Cobenzl (* 28. Mai 1741 in Laibach; † 30. August 1810 in Wien), war ein österreichischer Staatsmann.
Philipp Graf von Cobenzl begleitete zusammen mit dem Grafen Joseph Colloredo-Mels den Kaiser Joseph II auf seiner Frankreichreise vom 1. April bis 2.August 1777. Direkt im Anschluss reiste er als Gesandter nach Berlin, konnte aber den Eintritt Preußens in den bayrischen Erbfolgekrieg nicht verhindern. Er war von 1779–1793 Vizestaatskanzler, ab Ende 1792 als Nachfolger von Kaunitz Staatskanzler. Cobenzl musste die Leitung der Staatskanzlei schon Ende März 1793 an Franz Maria von Thugut wegen Misserfolge bei der 2. Teilung Polens abgeben, Nach seinem Rücktritt wurde der Kanzler für die italienischen Provinzen. Von 1801–1805 war Cobenzl Gesandter in Paris.
Sein Cousin Johann Ludwig Graf Cobenzl war von 1801–1805 ebenfalls Außenminister.