| Philippinischer Peso | |
|---|---|
| Land: | Philippinen |
| Unterteilung: | 100 Centavos/Sentimos |
| ISO-4217-Code: | PHP |
| Abkürzung: | |
| Wechselkurs: (28. Juni 2007) |
1 EUR = 62,420 PHP |
Der Philippische Peso (philippinisch: piso) ist das gesetzliche Zahlungsmittel der Philippinen. Das Wort stammt vom Spanischen „peso“ ab, das übersetzt "Gewicht" bedeutet. Der Peso ist unterteilt in 100 Centavos oder Sentimos. Der ISO-Währungscode ist PHP. Das offizielle Währungssymbol ist ₱, welches aber aufgrund der schlechten Schriftunterstützung oft auch als einfaches P oder P mit einem Strich dargestellt wird.
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In den 1950er Jahren war der Peso zu einem Kurs von ca. 2 Peso je US-Dollar über zehn Jahre fest an die amerikanische Währung gekoppelt. Aufgrund unterschiedlicher Inflations- und Wachstumsraten wurde der Peso noch zu Zeiten des Bretton Woods-Systems jedoch mehrfach abgewertet, so dass der Wechselkurs 1970 bei 3,9 Peso je US-Dollar lag.
Mit dem Ende des Festkurssystems von Bretton Woods wurde 1970 auch die Wechselkursanbindung des Peso an den US-Dollar neu konzipiert: Statt einem einzigen wurden multiple Wechselkurse für Exporte, Importe und Auslandsschulden eingeführt; so mussten zunächst 80 Prozent der Exporterlöse philippinischer Unternehmen zum offiziellen Wechselkurs von 3,9 PHP je USD an die Zentralbank abgeführt werden, die verbleibenden 20 Prozent konnten zum Marktpreis getauscht werden. Das System der multiplen Wechselkurse bestand in vielfältigen Variationen bis einschließlich 1984 fort, musste aber dann in Folge der schweren Finanzkrise von 1983 aufgegeben werden. Bis dahin erfuhr der Peso am Markt immer weitere Abwertungen und überschritt 1983 erstmals den Wert von 10 PHP je USD.
Als Mitte der 1980er die asiatisch-pazifischen Nachbarstaaten in eine Phase starken Wachstums eintraten, erkannte auch der philippinische Staat die Probleme sich nicht am Markt bildender Wechselkurse und ging zu einem System flexibler Wechselkurse über. Die Zentralbank interveniert seitdem nach eigenen Angaben nur noch, um ordentliche Marktbedingungen zu gewährleisten und politische Ziele zu erreichen. 1998 wurden die staatlichen Eingriffe in die freie Wechselkursbildung weiter zurückgefahren - Eingriffe zur reinen Volatilitätsglättung wurden eingeschränkt.
Bis Mitte der 1990er wertete der Peso weiter kontinuierlich ab und lag 1997 durchschnittlich bei knapp 30 Peso je US-Dollar. Im Zuge der Asienkrise und des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds hat die philippinische Währung seitdem jedoch fast die Hälfte ihres Wertes verloren und liegt derzeit bei ca. 56 Peso je US-Dollar (Stand Dezember 2004). Von den Märkten wird aufgrund des hohen Leistungsbilanzdefizits eine weitere Abwertung erwartet.
¹ Druck eingestellt, aber weiterhin Zahlungsmittel.
² Prägung eingestellt, kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr.
Anmerkung: die 1-Peso-Münze hat die gleichen Abmessungen und Gewicht wie eine 1-Dirham-Münze der VAE. Dadurch ist ein Missbrauch an Automaten in den VAE möglich, da 13 Peso ca. 1 Dirham ergeben.
Philippinische Zentralbank (in engl.)
Sicherheitsmerkmale und Erläuterungen der Abbildungen auf den Banknoten und Münzen (in engl., 2,2 MB große pdf-Datei)