Pinienkern

Pinienzapfen, geöffnet
Pinienzapfen, geöffnet
Koreanische Pinienkerne, oben mit Schale
Koreanische Pinienkerne, oben mit Schale
Pinienkerne aus Italien
Pinienkerne aus Italien

Pinienkerne (französisch: Pignon de pin, englisch: Pine nut, spanisch: Piñon, italienisch: Pinolo) sind die geschälten Samen der im gesamten Mittelmeerraum kultivierten Pinie. Der weißliche essbare Kern wächst in den Pinienzapfen heran. Geschmacklich erinnert er leicht an Tannenharz. Zwischen Oktober und April werden die Pinienzapfen manuell geerntet, was bei den ca. 30 m hohen Bäumen sehr aufwändig und gefahrvoll ist. Danach werden die Kerne aus den Zapfen gelöst und von der harten Schale befreit.

Pinienkerne sind in der mediterranen Küche sehr beliebt - zum Backen, in Salaten oder zum Knabbern. In der türkischen und arabischen Küche findet man sie häufig auch in Reisgerichten. Pinienkerne sind auch ein Bestandteil des beliebten "Pesto alla genovese" aus der italienischen Küche, sowie der Torta della Nonna (Torte nach Großmutterart).

Geschälte Pinienkerne werden sehr schnell ranzig, da ihr Fettgehalt sehr hoch ist:

Ihr Brennwert beträgt 2300 kJ/100 g (550 kcal/100 g).

Da Pinienkerne sehr teuer sind, kommen in letzter Zeit auch häufig Importe aus der Volksrepublik China oder Korea nach Europa. Diese asiatischen Pinienkerne sind an ihrer eher dreieckigen Form und ihrer dunklen Spitze gut zu erkennen. Sie schmecken im Vergleich zu den südeuropäischen Kernen eher weniger aromatisch und sind noch fetthaltiger. Den Pinienkernen geschmacklich vergleichbar, aber nicht kommerziell genutzt, sind die ebenfalls essbaren Kerne der alpinen Zirbelkiefer und der chilenischen Araukarie.

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