Die Pontlatzer Brücke ist eine Innbrücke im oberen Tiroler Inntal, nördlich von Prutz auf 863 m gelegen.
An der Pontlatzer Brücke querte bereits die römische Via Claudia den Inn. Der Name leitet sich von "Pons Ladis", was Brücke von Ladis bedeutet, ab.
Die Engstelle bei der Brücke bot zweimal, im Spanischen Erbfolgekrieg 1703 und bei den Napoleonischen Kriegen 1809 einen Hinterhalt für die Verteidiger gegen bayrische Truppen.
Als 1703 der bayrische Kurfürst Maximilian II. Emanuel Tirol besetzte, wurde eine im Juli zum Reschenpass marschierende Truppe von 300 Mann mittels Steinlawinen und von auf den Hängen postierten Schützen großteils aufgerieben. Dieser Erfolg bei geringen eigenen Verlusten war das Signal zum Aufstand, und Max Emanuel konnte am 26. Juli gerade noch aus Innsbruck flüchten.
Als 1809 bayrische Truppen in Tirol einmarschierten, gerieten sie am 8. und 9. Juli zwischen den Brücken von Pontlatz und Prutz in ein Gemetzel, wiederum bei geringen Verlusten unter den Tirolern.
Zur Erinnerung an die beiden Schlachten steht heute an der Pontlatzer Brücke ein Denkmal das 1904 errichtet wurde.
Heute ist die Brücke eine Eisenbogenbrücke von 1899. Etwas weiter westlich unterhalb von Fließ sind zwei typische gedeckte Holzbrücken erhalten.
Diese Brücke ist auch Namensgeber der Pontlatzkaserne in Landeck.
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