| Post Tower | |
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![]() Post Tower mit Sockel |
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| Basisdaten | |
| Ort: | Bundesstadt Bonn |
| Verwendung: | Konzernzentrale |
| Bauzeit: | 2000–2002 |
| Architekt: | Murphy und Jahn |
| Ingenieur: | Werner Sobek Ing. |
| Baustil: | postmodern |
| Technische Daten | |
| Höhe: | 162,5 m |
| Stockwerke: | 41 |
| Baustoff: | Stahl, Beton, Glas |
Der Post Tower (englisch tower – Turm) ist die Zentrale des Logistikkonzerns Deutsche Post World Net mit ihren Marken Deutschen Post AG, DHL und Postbank. Er ist mit 162,5 Metern das höchste Gebäude der Bundesstadt Bonn und das höchste Bürogebäude Nordrhein-Westfalens. Er ist fünf Meter höher als der Kölner Dom. In ganz Deutschland finden sich nur in Frankfurt am Main höhere Wolkenkratzer.
Inhaltsverzeichnis |
Das Hochhaus liegt am Rheinufer und hat 41 Ober- und 5 Untergeschosse. Der Tower wurde in moderner Stahl-Glas-Bauweise konstruiert. Die Grundfläche hat die Form zweier um 7,4 Meter zueinander versetzter Kreissegmente. Zwischen den Stockwerken gibt es insgesamt vier sogenannte Skygärten, das sind großflächige Verbindungsplattformen zwischen den beiden Gebäudeteilen. Auf den sonstigen Etagen befinden sich kleine Verbindungsgänge.
Zur schnellen Personenbeförderung gibt es 12 Hochgeschwindigkeits- und weitere Aufzüge. Die Aufzugsteuerung zeichnet sich dadurch aus, dass das gewünschte Zielstockwerk außerhalb an einem von mehreren Terminals eingegeben wird. Eine heuristische Optimierung gibt dann die Buchstabenkennung des zugewiesenen Aufzugs zurück. Die zweischalige Glasfassade und weitere moderne Konzepte machen ihn besonders energiesparend. Dazu zählt auch ein grundwasser-basierendes Kühlsystem, welches in einen dazu angelegten, zum Rhein hin gelegenen See mündet.
Glas ist bevorzugter Baustoff des Bonner Wahrzeichens und soll die Neugewichtung von „Offenheit“ in der Firmenkultur symbolisieren. Bürowände, Türen, Trennwände und Böden sind - so weit möglich - aus durchsichtigem oder mattiertem Glas.
Im Frühjahr 2007 wurde das Posthorn am nördlichen Gebäudeteil durch ein DHL-Logo ersetzt.
Der Post Tower wurde von den Architekten Murphy und Jahn (Chicago) unter Mitwirkung von Werner Sobek (Stuttgart) geplant.
Das Hochhaus wurde in nur zweieinhalb Jahren, von 2000 bis 2002, für etwa 78 Mio. € gebaut. Die Deutsche Post AG verlegte daraufhin ihre Zentrale aus dem Gebäude des ehemaligen Postministeriums in das Gebäude. Dabei wurden auch mehrere Standorte zusammengeführt, wovon sich die Post Optimierungen versprach. Insgesamt wurde das Gebäude von 2000 Mitarbeitern bezogen. Der Bau dieses Hochhauses war in Bonn politisch umstritten, schließlich stimmte der Stadtrat mit Mehrheit dem Bau zu. Insbesondere aus den Reihen von CDU und Grünen gab es Gegenstimmen.
Beim Emporis Skyscraper Award belegte der Post Tower 2002 unter 350 nominierten Gebäuden den zweiten Platz.
Umstritten war die Außenbeleuchtung des Gebäudes: An der Fassade sind auf mehreren Ebenen Farbwechselscheinwerfer der Firma Martin Professional und 1925 Leuchten mit jeweils 3 Hochspannungsleuchtstoffröhren in den Farben Rot, Gelb und Blau (ges.5.775 Rohre) der Firma LTW Lichttechnisches Werk mit 1.925 Dimmboxen der Firma Toni Maroni montiert. Dadurch kann die Fassade nachts in wechselnden Farben leuchten, wodurch sich einige Nachbarn gestört fühlen. Eine Zeit lang leuchtete der Post Tower stetig in verschiedenen Farben (blau, rot oder gelb) ohne die mittlerweile wieder aktivierten Blinkeffekte. An Weihnachten wird mit den Leuchten ein Tannenbaum mit Kerzen dargestellt. Auch zu anderen Anlässen zeigt sich die Beleuchtung flexibel: So wurde während des Weltjugendtages 2005 ein Kreuz dargestellt, zur Weltmeisterschaft 2006 zeigte der Post-Tower einen Fußball, zum internationalen Beethovenfest 2006 ein Portrait von Ludwig van Beethoven.
Im September 2006 plant die Deutsche Post, weitere 800 Mitarbeiter in dem Gebäude unterzubringen, was eventuell geringe Umbauten zur Folge haben wird.
Vor dem Gebäude in der Bonner Rheinaue, befindet sich seit Anfang März 2007 die Skulpturengruppe Frauen De Formation von Tina Schwichtenberg. Am 3. Juli 2003 wurde Mercurius, eine Bronzefigur von Markus Lüpertz, enthüllt.
Einmal im Jahr besteht für Besucher die Möglichkeit, am Tag der offenen Tür, Teile des Gebäudes von innen zu besichtigen.
Beim so genannten „Stair Run“ können die Mitarbeiter des Postkonzerns einmal jährlich zu Fuß bis zum 41. Stockwerk laufen. Dem Gewinner winkt in der Regel ein Sachpreis. In den letzten Jahren war als prominenter Läufer auch Frank Busemann mit am Start (außer Konkurrenz gestartet). Beim Post Tower-Lauf & Familientag, der meist im Mai statt findet, laufen Mitarbeiter des Konzerns und ihre Familien für einen guten Zweck. Je gelaufenem Kilometer spendet Deutsche Post World Net einen Euro zugunsten einer gemeinnützigen Organisation. Gestartet wird am Post Tower, die Erwachsenen können eine Strecke von 5 oder 10 km durch die Bonner Rheinaue absolvieren. Die Kids laufen - je nach Alter - 400 bzw. 800 Meter.
Fans der Vorabendserie Verbotene Liebe ist der Post Tower auch als „Lahnstein Holding“ bekannt.
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Post Tower und Schürmann-Bau |
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