Postposition

Als Postpositionen bezeichnet man im Deutschen und anderen Sprachen nicht flektierbare Wörter (Flexion), die im Gegensatz zu den Präpositionen hinter dem Wort stehen, dem sie den Kasus geben:

  • einer Meldung zufolge (+ Dativ)
  • der Einfachheit halber (+ Genitiv)
  • meiner Meinung nach (+ Dativ)
  • den Fluss entlang (+ Akkusativ)

Einige Postpostitionen ändern ihren Kasus, wenn sie als Präposition vor dem Bezugswort stehen:

  • zufolge einer Meldung (+ Genitiv)
  • entlang dem Fluss (+ Dativ, seltener auch + Genitiv)

Postpositionen werden als Bestandteil postpositionaler Gefüge häufig als alternative Form zum Ausdruck der indirekten Rede (Konjunktiv) verwendet:

  • Einer Meldung des „Focus“ zufolge ist die Kinderarmut in Deutschland sprunghaft angestiegen.

Einige Postpositionen können auch als Präposition gebraucht werden.

Auch in anderen Sprachen existieren Postpositionen, so etwa:

  • im Lateinischen, z.B.: honoris causa („der Ehre wegen, ehrenhalber“).

In einigen Sprachen werden Ausdrücke, die im Deutschen Präpositionen sind, standardmäßig als Postpositionen realisiert, etwa im Hindi:

  • मेज़ पर „auf dem Tisch“: मेज़ „Tisch“, पर „auf“
  • भाई के लिए „für den Bruder“: भाई „Bruder“, के लिए „für“

In den ostseefinnischen Sprachen gibt es neben vielen Postpositionen auch einige Präpositionen. Im Finnischen stehen die meisten Postpositionen mit dem Genitiv, nur einige erfordern den Partitiv.

  • minun kanssa "mit mir" (mit Genitiv),
  • ikkunan vieressä "neben dem Fenster" (mit Genitiv),
  • sinua varten "für dich" (mit Partitiv)

Siehe auch: Adposition, Präposition, Zirkumposition

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