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Das Wort Prüfung (mittelhochdeutsch brüeven im 12. Jahrhundert aus altfranzösisch prover zu lat. probare für gut/geeignet erachten; verwandt mit engl. prove und, weniger direkt, proof) wird insbesondere in folgenden Zusammenhängen verwendet:
Man kann Prüfungsformen im wesentlichen in drei Typen beschreiben:
Die diagnostischen Prüfungen setzen sich zum Ziel anhand einer Stichprobe aus dem Wissensinventar des Prüflings eine Aussage über dessen aktuelle Kompetenz auf dem geprüften Sachgebiet abzuleiten und diese zu zertifizieren. Diagnostische Prüfungen sind somit typische Abschlußprüfungen.
Die prognostischen Prüfungen hingegen leiten aus der erhobenen Stichprobe eine Aussage über den noch zu erwartenden Erfolg bei der weiteren Ausbildung des Prüflings ab. Die Prüfungsaufgaben müssen deshalb geeigneterweise auch so formuliert sein, daß sie Aussagen über eine Entwicklungsprognose zulassen. Prognostische Prüfungen sind somit typische Aufnahme- und Übergangsprüfungen.
Selektionsprüfungen hingegen testen negativ das fehlende Wissen eines Prüflings und ignorieren dabei dessen möglicherweise bestehende spezifische Kompetenz. Sie geben keinerlei Kompetenzbeschreibung, sondern suchen gezielt nach Kandidaten zur Auslese. Sie sind eigentlich keine Prüfungen im Sinne des Begriffs, sondern bloße Auswahlinstrumente. Selektionsprüfungen sind somit ein Mittel zur Kandidatenauswahl bei Ressourcenknappheit. Auch ein Bildungsquiz ist ein typisches Beispiel für eine Selektionsprüfung.
| Wiktionary: Prüfung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |