Mit Preselection oder auch Carrier Preselection oder Betreibervorauswahl bezeichnet man in der Telekommunikation die Voreinstellung auf eine bevorzugte Telefongesellschaft für den Aufbau von Telefongesprächen. Formal spricht man auch von der dauerhaften Voreinstellung eines Verbindungsnetzbetreibers an Telefonanschlüssen etablierter Netzbetreiber.
Zweck dieser Voreinstellung ist die Umleitung der Verbindung auf einen anderen Anbieter ohne Verwendung einer Call-by-Call-Nummer (technisch: Verbindungsnetzbetreiberkennzahl (VNBKZ)).
Während beim sogenannten Call-by-Call (CbC) vor jeder zu wählenden Telefonnummer die Wahl einer CbC-Nummer (VBNKZ, 010xy- bzw. 0100xy-Nummer) nötig ist, entfällt diese bei Preselection. Obwohl man zunächst durch die Preselection auf einen Netzbetreiber festgelegt ist, kann man bei Bedarf diese durch Verwendung einer anderen CbC-Nummer umgehen (technisch: Override), wenn z. B. ein anderer Anbieter günstiger ist.
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Die Änderung der Preselection kann entweder schriftlich oder telefonisch mit einer Aufzeichnung der vertragsrelevanten Gesprächspassagen beauftragt werden. Sofern keine weiteren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Preselection-Anbieter (Grundgebühr, Mindestumsatz, Kündigungsfrist) bestehen, kann diese jederzeit wieder beim etablierter Netzbetreiber rückgängig gemacht werden.
Da es der Teilnehmer in Deutschland bei der Preselection mit zwei unterschiedlichen Vertragsparnern zu tun hat (Einrichtung/Kündigung des Preselection-Tarifs durch den ausgewählten Verbindungsnetzbetreiber, technische Voreinstellung der Verbindungsnetzbetreiberkennzahl des Anbieters in der Vermittlungsstelle durch die Deutsche Telekom) und die entsprechenden Prozesse von den beiden Vertragspartnern nicht ausreichend synchronisiert werden, kommt es regelmässig zu Missverständnissen beim Verbraucher. So wird beispielsweise die technische Voreinstellung in der Vermittlungsstelle durch eine Vertragskündigung beim Preselection-Anbieter nicht zurückgesetzt; andererseits wird durch eine bei der Telekom beauftragte Rücksetzung der technischen Preselection in der Vermittlungsstelle der Vertrag mit dem Preselectionanbieter nicht gekündigt. Bei der Beauftragung kommt es vor, dass bereits technisch über den Preselectionanbieter telefoniert wird, dieser aber den für den Anschluss geltenden Tarif noch einige Zeit weiter zu Call-by-Call-Bedingungen abrechnet; häufiger ist dagegen der Fall, dass die technische Preselection durch die Telekom erst einige Tage nach der Einrichtung des Preselection-Tarifs durch den Preselectionanbieter erfolgt.
Bei einem ISDN-Anschluss kann in der Schweiz im Gegensatz zu Deutschland jede Rufnummer auf einen anderen Anbieter voreingestellt werden.
In Deutschland unterscheidet man die Preselection für Verbindungen im Ortsnetz (gleiche Telefonvorwahl) und die Preselection für ortsnetzübergreifende Verbindungen (Verbindungen zu Festnetznummern mit abweichender Telefonvorwahl, Mobilfunknummern und Auslandszielen), wobei für beide Preselection-Varianten unterschiedliche Anbieter möglich sind, sofern dies von den Anbietern unterstützt wird.
Durch Wählen der folgenden Nummern erhält man eine kostenlose Ansage mit der Information über die aktuelle Betreiberwahl.
in Deutschland:
in der Schweiz:
in Österreich: