Unter einem Prisma wird in der Optik ein Körper verstanden, der zwei nicht planparallele Oberflächen und die Form eines Keils besitzt. Die geometrischen Eigenschaften eines Prismas werden durch die Kantenlängen und Winkel der Grundfläche, der Winkel der Seitenfläche zur Grundfläche und der Höhe des Prismas bestimmt. Das Material besitzt eine andere Brechzahl als die Umgebung. Dadurch treten verschiedene Effekte auf:
Im Falle der Brechung ist der Winkel zwischen einfallendem und ausfallendem Strahl minimal, wenn das Licht symmetrisch durch das Prisma tritt. Dieser Effekt wird zur (wellenlängenabhängigen) Bestimmung der Brechzahl mittels eines Goniometers genutzt. Die Formel zur Bestimmung der Brechzahl lautet dann:
![]() |
| mit: |
| n = Brechzahl des Materials |
| δmin = minimaler Ablenkungswinkel |
| ε = Winkel des Prismas |
Um Verluste beim Ein- und Austritt des Lichtes zu minimieren, kann man Licht im Brewster-Winkel auf die Oberflächen treffen lassen. Man erhält z. B. ein Pellin-Broca-Prisma oder auch ein Brewster-Prisma.
In der Fotografie wird bei einäugigen Spiegelreflexkameras praktisch durchgängig ein Pentaprisma eingesetzt.
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