Professor Albrecht Penck

Professor Albrecht Penck
Übersicht der Schiffsdaten
Schiffstyp: Forschungsschiff
Vermessung: 307 BRZ / 92 NRZ
Länge über alles: 38,58 m
Breite: 7,28 m
Tiefgang: 3,50 m
Geschwindigkeit: ca. 8 kn
Flagge: Deutschland
Heimathafen: Rostock
Rufzeichen: Y3CH
IMO-Nr.: 5285667
Besatzung: 10
Wissenschaftler: 9-11

Die Professor Albrecht Penck (nach Albrecht Penck) ist ein deutsches Forschungsschiff. Eigner ist das Land Mecklenburg-Vorpommern. Betrieben wird das Schiff vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde, die Bereederung erfolgt durch Briese Schiffahrt in Leer.

Das Schiff wurde 1951 auf der VEB Roßlauer Schiffswerft gebaut. Es war zunächst Teil eines Bauprogramms, mit dem Reparationsforderungen der Sowjetunion erfüllt werden sollten, blieb dann aber in der DDR und wurde ihr erstes Forschungsschiff.

Zunächst als Vermessungsschiff mit dem Namen „Joh. L. Krueger“ (nach dem Landvermesser und Mitbegründers der modernen Erdmessung Johannes Heinrich Louis Krüger) in Dienst gestellt, gehörte das Schiff dem Seehydrographischen Dienst der DDR. Am 1. Januar 1960 wechselte das Institut für Meereskunde, an dem die „Joh. L. Krueger“ beheimatet war, vom Seehydrographischen Dienst der DDR zur Akademie der Wissenschaften der DDR. Mit dem Wechsel kam es auch zur Umbenennung des Schiffes in „Professor Albrecht Penck“ (nach dem zweiten Direktor des Instituts und Museums für Meereskunde in Berlin).

Nach der Wende ging das Schiff mit der Auflösung der Akademie der Wissenschaften der DDR in den Besitz des Landes Mecklenburg-Vorpommern über und steht seit 1992 dem neu gegründeten Institut für Ostseeforschung in Warnemünde zur Verfügung [1].

Die DDR setzte das Schiff nicht nur für Forschungsfahrten in Nord- und Ostsee ein. So wurde mit der „Professor Albrecht Penck“ 1962 die erste DDR-Spitzbergen-Expedition durchgeführt und 1964 führte die erste Atlantik-Expedition der DDR das Schiff in den Golf von Guinea. Nach dem Erwerb eines weiteren, größeren Forschungsschiffes im Jahr 1970 durch die Akademie der Wissenschaften der DDR, der „A. v. Humboldt“ beschränkte sich das Einsatzgebiet der „Professor Albrecht Penck“ dann überwiegend auf Nord- und Ostsee [1]

Heute wird das Schiff, das rund 200 Tage im Jahr auf See ist, überwiegend in der westlichen Ostsee eingesetzt. Es ist mit einem Ausleger und einer Winde für Forschungsarbeiten ausgerüstet und verfügt über vier Labore (Nass-, Chemie-, Bio- und Computerlabor).

Quellen

  1. a b 500.000 Seemeilen für die deutsche Meeresforschung: Forschungsschiff "Prof. Albrecht Penck" wird 50, Informationsdienst Wissenschaft, 23.05.2001

Weblinks

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