Progesteron

Strukturformel
Strukturformel Progesteron
Allgemeines
Name Progesteron
Andere Namen
  • Pregn-4-en-3,20-dion
  • Gelbkörperhormon
Summenformel C21H30O2
CAS-Nummer 57-83-0
Kurzbeschreibung weiß, geruchlos, fest
Eigenschaften
Molare Masse 314,47 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte ?
Schmelzpunkt 129–130 °C
Siedepunkt ?
Dampfdruck ?
Löslichkeit

unlöslich in Wasser, leicht löslich in Chloroform

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbole
Giftig
T
Giftig
R- und S-Sätze R: 60-61
S: 45-53
Weitere Sicherheitshinweise
MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt, ist ein weibliches Sexualhormon aus der Gruppe der Gestagene, das vom Corpus luteum (Gelbkörper) in der zweiten Phase des Menstruationszyklus und, in wesentlich höheren Mengen, während der Schwangerschaft von der Plazenta gebildet wird. Geringe Progesteronmengen werden bei Frauen und Männern auch von der Nebennierenrinde synthetisiert.

Technisch wird es aus Stigmasterin (im Sojabohnenöl enthalten) synthetisiert.

Struktur

Progesteron ist ein Derivat des C21-Steroids Pregnan. Im menschlichen Organismus wird Progesteron aus Cholesterin synthetisiert.

Physiologie

Progesteron wird vor allem im Corpus luteum von den Granulosazellen und in der Plazenta synthetisiert und ausgeschüttet, in geringeren Mengen auch von anderen Geweben.

Die Ausschüttung des Hormons wird durch LH stimuliert. Die Freisetzung bewirkt eine für die Nidation benötigte Modifikation des proliferierten Endometriums, besonders der Lamina functionalis in die drüsenreiche und stark durchblutete Decidua sowie eine Anpassung der Uterusmuskulatur an den wachsenden Embryo.

In manchen steroidproduzierenden Zellen der Gonaden fungiert das Progesteron als Ausgangsstoff für die Synthese von Androgenen (männliche Geschlechtshormone) und Östrogenen (weibliche Geschlechtshormone).

Progesteron wird zu Pregnandiol metabolisiert und nach Glucuronidierung über den Urin ausgeschieden.

Pathophysiologie

Erhöhte Progesteronwerte ergeben sich neben der Schwangerschaft vor allem bei Eierstocktumoren und beim adrenogenitalen Syndrom (AGS). Bei Zyklusstörungen und beim sog. Hypogonadismus, einer Unterentwicklung der Eierstöcke, ist die Progesteronkonzentration erniedrigt.


Dieser Artikel enthält Text aus Flexikon, einem Wikipedia-Spinoff der Firma Doccheck und ist durch die GNU/FDL lizenziert.

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Quelle:
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