Propaganda bezeichnet ein systematisches Bemühen um öffentliche Unterstützung für eine Meinung oder eine Handlungsoption.[1] Der Begriff wurde zwar erst während des Dreißigjährigen Krieges eingeführt, doch das Konzept ist schon in Aristoteles' Rhetorik zu finden.[2]
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Lateinisch propagare heißt ursprünglich „verbreiten, ausdehnen, fortpflanzen”. Als Verb pfropfen (bei der Pflanzenveredelung) wurde der Begriff in der Botanik schon früh ins Deutsche entlehnt.
Mit dem Gerundivum dieses Verbs wurde von Papst Gregor XV. im Jahre 1622 eine kirchliche Kongregation namens Sancta congregatio de propaganda fide geschaffen, also die jesuitische „Heilige Gesellschaft zur Verbreitung des Glaubens”, deren Zweck es war, dem Protestantismus entgegen zu treten. Abgeleitet von der Bezeichnung dieser Organisation wurde der Ausdruck Propaganda in die meisten Sprachen übernommen.[3]
Der Club de la propagande, eine Geheimgesellschaft der Jakobiner im Frankreich des 18. Jahrhunderts, wollte die Verbreitung revolutionärer Ideen fördern.
Im Machtbereich der Sowjetunion wurde (mit Lenin) als Propaganda die allgemeine Überzeugungsarbeit von Kommunisten bezeichnet, im Unterschied zur Agitation, die ein „Appell an die Massen zu bestimmten konkreten Aktionen“ ist (vgl. Agitprop).[4] Besonders in den Anfangszeiten der Sowjetunion war die Agitprop durch moderne Kunstrichtungen (den Futurismus) beeinflusst.
Adolf Hitler und sein Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Joseph Goebbels gaben der Propaganda eine totalitär dominante Bedeutung und nutzten dazu vor allem die Presse, den Rundfunk, sämtliche Medien der Künste und symbolisch markant aufgezogene Massenveranstaltungen.
Siehe den Hauptartikel: NS-Propaganda.