| Proteobakterien | ||||||
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| Systematik | ||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||
| Proteobacteria | ||||||
| Cavalier-Smith 2002 |
Die Proteobacteria stellen eine der größeren als Abteilungen oder als Stämme (im Sinne von Phylum) angesehenen Gruppen der Domäne der Bakterien dar. Zu ihnen gehören viele wichtige stickstofffixierende Bakterien und Krankheitserreger.
Der Name Proteobacteria ist vom griechischen Gott Proteus abgeleitet, der seine Form wechseln konnte, und bezieht sich auf die Vielfalt von Formen in dieser Gruppe. Sie ist daher nicht morphologisch, sehr wohl aber durch verwandte RNA-Sequenzen definiert. Die Zellwände der Proteobacteria bestehen insbesondere aus ein- bis wenigschichtigem Murein und Lipopolysacchariden, daher sind sie gramnegativ. Viele Arten haben Geißeln, andere sind in der Lage, zu gleiten.
Einige Untergruppen wie die Rhodospirillaceae (Purpurbakterien) und Chromatiaceae (Schwefel-Purpurbakterien) sind in der Lage, unter anoxischen Bedingungen anoxygene Photosynthese zu betreiben. Sie benutzen dafür organische Stoffe, Schwefelwasserstoff, Schwefel oder Wasserstoff als Elektronen-Donor und produzieren daher keinen elementaren Sauerstoff.
Die Untergruppe der Myxobacteria steht, als bisher einzige bekannte Gruppe von Proteobakterien, im Übergangsfeld zwischen einzelliger und mehrzelliger Lebensweise. Myxobakterien bilden vielzellige Fruchtkörper mit Sporen, eine Konvergenz (Biologie) zu den Schleimpilzen.
Die Proteobacteria werden in fünf Hauptgruppen eingeteilt, die als Klasse angesehen werden, und die griechischen Buchstaben Alpha bis Epsilon als Präfix erhalten: Alphaproteobacteria, Betaproteobacteria, Gammaproteobacteria, Deltaproteobacteria und Epsilonproteobacteria. Einige werden als möglicherweise paraphyletisch angesehen.
Die Mitochondrien der Eukaryonten stammen möglicherweise von endosymbiontischen Proteobakterien ab (Siehe: Endosymbiontenhypothese).
Im Folgenden werden einige wichtige Ordnungen, Familien und Gattungen der fünf Klassen der Proteobakterien aufgeführt.